Samstag, 26. Mai 2012, 10:54:14 Uhr

14. Januar 2009, 21:32

Radquer Schweizer Meisterschaften in Wetzikon.

Simon Zahner zeigte erneut zu wenig Nervenstärke.

Der Schweizer Meister heisst wie letztes Jahr - Christian Heule. Heule diese Saison sicher nicht so stark wie Kronfavorit Zahner, doch mit seiner Routine und seiner Cleverness war er ein zu starker Gegener für das Nervenkorsett des Simon Zahner. Heule wartete bis auf die letzten paar hundert Meter, übernahm dann die Führung und spurtete von der Spitze aus zum Sieg. Simon Zahner blieb einmal mehr das Nachsehen und ein bitterer Geschmack, für die sonst sehr erfolgreiche Saison übrig. Wenn's drauf und dran kommt, spielen ihm immer wieder die Nerven einen Streich. Schade! Doch der Sieger hat viel für seinen Sieg getan und ihn nicht einfach abgestaubt. Mit Christian Heule haben wir wieder den alten und auch den neuen Schweizer Meister. Heule ist der ausgewogenste Radquerfahrer der Schweizer Radquergegenwart.

Wetzikon, 11.1.09 (mk) Die diesjährigen Radquerschweizermeisterschaften waren schlicht das Highlight der Radquersaison 08/09. Auf der schnellen aubwechslungsreichen modernen Radquerstrecke beinhaltete der Parcours alles, was die Herzfrequenz nach oben schrauben liess. Das Wetter machte die Strecke super schnell, aber auch gefährlich rutschig. So hatte mancher, der nicht optimale Steuerkünste besass, mancherorts Mühe, den richtigen Dreh zu finden.

Zuschauer so weit das Auge reicht

Wetzikon präsentierte auch endlich wieder Zuschauermassen, so wie man sich diese von früher her an Radquersonntagen gewohnt ist. Tausende fanden an diesem kalten, nebligen Januarsonntag den Weg schon früh zu den ersten Rennen in die Wetziker Sportanlagen Meierwiesen.

Heule - ein schlauer alter Fuchs

Christian Heule bewies einmal mehr, dass man Radquerrennen weniger mit Supples, sondern mit Renninstinkt gewinnt. Man muss dem Tuggener aber auch zugestehen, dass er einiges zum Rennverlauf beigetragen hat und es nicht weniger als dreimal versucht hat, die Spitze zu sprengen. "Auf diesem Parcours war dieses Unterfangen aber extrem schwierig, weil in der Spitze alles Fahrer mit grosser Rennerfahrung waren." So Heule. "Bei jedem meiner Versuche, musste ich jeweils entnervt feststellen, dass du wieder Kräfte verpufft hast und nicht weiter bist." - meinte Christian Heule. "Ich wusste aber, dass ich drei-vier hundert Meter vor dem Ziel die Spitze innehaben muss, wenn ich als Sieger übers Zielband will. Und so unternahm ich alles um in diese Position zu fahren. Ich war mir dann vor Einfahrt in die Zielgerade sicher, dieses Rennen im Spurt zu gewinnen."

Ich gewann Silber - verlor aber Gold

Simon Zahner wollte gewinnen. Dass stand schon lange fest. Die Form hatte er auch, dies zeigte er in den letzten Radquerprüfungen der Saison. Besonders beeindruckend am Flüügerquer in Dübendorf. Nun ist es wieder anders gekommen und es scheint so, dass Zahner zu früh auf die Spitzenposition in diesem Spitzenquintett gesetzt hat. "Wie Heule bei diesem Tempo nochmals die Spitze übernehmen konnte, weiss ich nicht." so Zahner. "Ich wollte auf jeden Fall gewinnen." - Das Nervenkostüm des Bubikoners war wieder einmal zu durchsichtig. Er hat aber über weite Strecken das Rennen geprägt und immer wieder Vorstösse gewagt. War auch einmal sechs Sekunden vorne.

Die MTB Fahrer Vogel und Näf redeten mit

Obwohl Florian Vogel wie er selbst sagte einen miesen Tag erwischt hatte und Ralph Näf bei seinem Vorstoss alles auf eine Karte gesetzt hatte - hinterliessen die beiden mit ihrem Dasein einen positiven Eindruck in der Radquerszene. Die beiden sind schlicht nicht mehr unter den besten Schweizer Radquerfahrern wegzudenken. Näf mit dem vierten- und Vogel mit dem fünften Rang fuhren ein tolle Rennen.

Resultatdienst Swiss Cycling

Elite : 1. Christian Heule (Rendementhypo Cycling Team) 1:00:52,6. 2. Simon Zahner (Bürgi Cycling Team). 1:00:52,9. 3. Lukas Flückiger (Trek) 4. Ralph Näf (VC Bürglen Märwil) 1:00:54,9 5. Florian Vogel (Scott-Swisspower Mountainbike-Team) 1:00:55,9

U23: 1. Julien Taramarcaz (GS Selle Italia Guerciotti - VC Mendrisio) 50:18,3 2. Matthias Rupp (Scott-Swisspower Mountainbike-Team) 50:19,2 3. Romain Beney (Cyclophile Aigle DOM Cycle) 50:24,6 4. Arnaud Grand (Thömus Racing Team) 50:27,1 5. Flückiger Matthias (VC Bützberg / Trek) 50:46,4

Junioren: 1. Dario Stäuble (Crossteam / VC Gansingen) 39:38,1 2. Roger Walder (Scott-Swisspower Mountainbike-Team) 40:10,9 3. Anthony Grand (VC Rennaz / Dom Cycle) 40:22,0 4. Philipp Walther (VC Rain/Toshiba) 40:39,2 5. Severin Sägesser (Thömus Racing Team) 40:40,8

Damen: 1. Jasmin Achermann (Fischer-BMC) 37:23,3 2. Katrin Leumann (goldwurst-power / Sputnik) 38:21,2 3, Alexandra Bähler (Rennaz Sport) 39:29,5 4. Lise Müller (BMC-Seppey- Teker-Hottinger) 39:49,4 5. Catherine Lohri (Bike-Import / VC Oberhofen) 40:27,1

Juniorinnen: 1. Lise-Marie Henzelin (Campione Celeste) 30:36,7 2 Nicole Hanselmann (Campione Celeste/RV Wetzikon) 31:52,9 3 Aurelia Sonderegger (BSK Graf / RV Altenrhein) 32:10,5 4 Céline Ernst (Campione Celeste / Felix.li) 32:10,7 5 Désirée Ehrler (RMV Cham-Hagendorn / cycles.ch) 34:06,4

U17: 1. Lars Forster (Tower Sports - VC Eschenbach) 34:17,1 2. Fabian Lienhard (VC Steinmaur 34:22,3) 3. Andri Frischknecht (VC Eschenbach) 34:48,5 4. Tom Bohli (Chälbli-Bikes) 34:55,2 5. Dylan Page (VC Rennaz / Dom Cycle) 35:22,3

Vorankündigung
<Weltcup rennen in Roubaix Radquer live auf France Telecom

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