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10. Januar 2009, 16:38
Simon Zahner trägt erstmals die Bürde der Favoritenrolle
Lieni 2 und Frischi 3 vertreten eine berühmte Radquergeneration
Wenn am nächsten Sonntag die Radquercracks in Wetzikon auf die goldenen Runden gehen, wird erstmals ein neuer Favorit am Start stehen. Simon Zahner hat mit seiner eindrücklichen Leistung am Flüüger Quer, der SM Hauptprobe, seine Ambitionen auf den Meistertitel deutlich unterstrichen. Ob ihm der alte Haudegen und Trainingspartner Christian Heule sein Leibchen einfach so überlässt ist mehr als fraglich. Es dürften also die spannensten Meisterschaften der letzten zehn Jahre werden.
Brüttisellen, 7.1.09 (mk) Die Sportstadt Wetzikon im Zürcher Oberland, bitten am 11. Januar zum Radquer Tanz. Bereits zum 44. Mal ist Wetzikon Gastgeber des grandiosen in aller Welt bekannten Radquer GP. Wetzikon ist schlicht ein Klassiker.
Von Heusser zu Trafelet
Jahrelang hat die Wetziker Gold-Fäden der nimmermüde OK Präsident Hansheiri Heusser gesponnen. Dieses Jahr wird nun erstmals sein Nachfolger Christian Trafelt sein Zepter schwingen. Trafelt als ehemaliger bekannter Radrennfahrer ist nicht weniger begabt wie Heusser und hat die Unterstützung einer grossen Sponsoren und Gönnergemeinde schon auf sicher. Mit ihm konnte so die bestmöglichste Nachfolge eines grossen Radsportpioniers wie Hans Heinrich Heusser es war gefunden werden.
Ein Grosskampf und eine Wachtablösung steht an
Der aufstrebende Stern (noch) am Schweizer Radquerhimmel der Bubikoner Simon Zahner ist drauf und dran, Altstar Christian Heule abzulösen. Zahner fuhr an der Hauptprobe Heule in Grund und Boden und fügte dem Tuggener wohl die empfindlichste Niederlage seiner Karriere bei. Das Problem wird allerdings sein, ob Zahner bereits schon das austrainierte Nervenkostüm hat, wie es ein Radstar haben muss? Schon manchmal sind die Nerven, Zahners Schicksaal geworden. Von der Soupless und der Schnelligkeit her, ist der Ablösungsprozess bereits gelaufen. Jetzt braucht es noch Cleverness und Routine und wie bei solchen Meisterschaften auch noch das Glück und eine gütliche Defekthexe, die bei anderen aufsitzt.
Mit einer weiteren Steigerung bald Weltspitze?
Simon Zahner konnte dieses Jahr erstmals sein Leistungsvermögen frappant steigern. Er feierte auch auf der Strasse insgesamt schon sechs nennenswerte Erfolge. Sollte dem sympatischen jungen Mann aus Bubikon im Zürcher Oberland der Durchbruch gelingen, so dürfen wir bald wieder einen Nachfolger für Albert Zweifel, Hermann Gretener und die Frischknecht's feiern. Er ist die ganz grosse Hoffnung für den Schweizer Radquersport. Mit ihm (falls er international sich durchsetzen kann)besteht die Chance, dass wieder die grossen Zuschauermassen an die Strecke kommen. Sein Handicap ist, dass er schon (allzu) lange im Schatten von Altmeister Heule fährt. Weitere Medaillenchancen vor allem für die Bronzene dürfen sich Florian Vogel und vor allem Lukas Flückiger machen, wobei die Wetziker Strecke eher Vogel zusagt.
Wer schlägt die Achermann?
An Jasmin Achermann kommt wohl dieses Jahr niemand vorbei. Die neunzehnjährige Gunzwilerin gilt es für den Titel zu schlagen. Das dürfte aber schwer fallen, ist doch die anspruchsvolle Schweizermeisterschafts Strecke genau Achermanns Terrain. Sie wird demzufolge ihren letztjährigen Titel der sie Katrin Leumann abgenommen hat verteidigen. Leumann wird dieses Jahr einmal mehr die Rolle der Zweiten übrig bleiben. Überaschungsgast Vivienne Meyer könnte aber die lachende Dritte oder vielleicht sogar Zweite oder Erste sein. Sie hat im Ausland bewiesen, dass ihre Fahrkünste ziemlich gut sind.
Forster, Lienhard oder bereits Frischi 3?
Lars Forster gilt bei den U17 als Favorit. Hier könnte ihm aber Jung Lienhard die Suppe gehörig versalzen. Zudem kommt mit Frischi 3 bereits die 3. Generation Frischknecht Richtung Schweizer Meister Treppchen.
Die Radhochburg Wetzikon brilliert einmal mehr
Wetzikon ist einer der traditionellsten Radquerveranstalter der Schweizer Radquer Erfolgsgeschichte. Mit den dies- jährigen Vergabe der Schweizer Meisterschaften in's Land der Querhasen, konnte dem Schweizer Radquersport nichts besseres passieren. Dieses gute Omen wird mit Bestimmtheit eine neue grosse Zukunft im Quersport einläuten. Simi Zahner bei den "Grossen" und Lieni 2 und Frischi 3 bei den Kleinen haben die Fähigkeiten den internationalen Radquersport wieder in die Schweiz zurück zu holen.
Wenn am nächsten Sonntag einmal mehr Tausende das Wetziker Radquergelände bevölkern, dürft am Schweizer Querhimmel ein absolutes Feuerwerk losgehen. Für Spannung und einen Grosskampf ist also vorgesorgt.
Leserkommentare (0) »

Hat er am Sonntag die Nerven? Simon Zahner gilt erstmals als Favorit für den Meistertitel.

Geblufft oder was? Hat der "Alte" an der Querhauptprobe geblufft? Christian Heule wird sich am Sonntag sputen müssen, will er seinen letztjährigen Titel verteidigen.

Über sie geht am Sonntag der Titel. Wer ihn will muss die amtierende Schweizermeisterin Jasmin Achermann schlagen. Darum - Schlag die Achermann, wird das Motto in Wetzikon sein.

Andri Frischknecht fährt in 3. Generation der Frischis. Er, Fabian Lienhard (2.Generation) und Lars Weibel, werden die neue Schweizer Radquernation der Zukunft sein.


