Samstag, 26. Mai 2012, 10:41:19 Uhr

17. Dezember 2008, 11:12

Die letzte Jagd!

Der Urisstier ist durchgebrannt!! Welch ein Finale

In einem dramatischen Finale behielten der Urner Bruno Risi und der Holländer Danny Stam die Oberhand und gewannen dank ihrer Erfahrung das 52. Zürcher Sechstage Rennen mit einer Runde Vorsprung. Schon abgeschrieben - hielten die beiden letztjährigen Streithähne noch einmal dagegen und konnten 18 Runden vor Schluss durch List und Cleverness, den entscheidenden Rundengewinn vollziehen. Bruno Risi und Danny Stam sind übers ganze gesehen das schwächere Paar an den diesjährigen Six Days gewesen, dafür konnten sie ihre grosse Erfahrung ausspielen und den jungen Marvulli mit seinem spanischen Torrero überlisten.

Zürich Hallenstadion (mk) Nicht dem eigentlichen Rennverlauf entsprechend siegten am Schluss die Routiniers. Die beiden alten Hasen des Bahnrennsportes Bruno Risi und Danny Stam zogen alle Register und als sie noch so kaputt waren, legten sie gleich noch einmal los. So gewinnt man Sechstageprüfungen. In Stam hatte Risi auch einen erfahrenen Fighter, der sich für nichts zu schade war. Stam lieferte einer seiner besten Rennen ab. Das Final über 300 Runden war hochkarätig und Temporeich. Marvulli und Llaneras hatten sich die Taktik Zermürbung und Angriff zugelegt. So blockierten sie lange den Uristier und den Zoggeli Bueb aus Holland. Jeder Versuch der späteren Sieger, wurde zur Nichte gemacht - ja in Grund und Boden wurden sie gefahren. Aber statt, dass der Urner mit seinem Partner resignierte, trotz den Schmerzen die er verspürte - traten sie mit List und Cleverness 18 Runden vor Schluss nochmals kräftig in die Pedalen und holten den sensationellen Sechstagesieg.

Franco Marvulli mit Tränen

Der Zürcher Marvulli war sehr enttäuscht und hatte bei der Zieldurchfahrt Tränen. Es war ein schwerer Schlag für den 30-Jährigen Seebacher. Er der mit dem spanischen Torrero das Rennen mehrheitlich kontrollierte, schaute am Schluss blöde aus der Wäsche. Doch für Franco Marvulli wird die Reise im Sechstage Zirkus noch lange weitergehen. Risi wird noch eine Saison anhängen, bevor er nächstes Jahr in Zürich seine Karriere beschliesst.

Urs Gerber und die Besucherzahlen

20800 Besucher waren an den Six Days in Zürich. "Dass ist ganz klar unter den Erwartungen. Sicher müssen wir uns werblich einiges überlegen, wir haben anscheinend nicht alle Leute erreicht." So ein ehrlicher Urs Gerber, der Verantwortliche der Six Days.

Sportlich waren die Six Days von Zürich ein Höhenflug

Wohl kaum je ein Radsportanlass hat sportlich so hohe Wellen geworfen wie die diesjährigen Zürcher Sixdays. Es war von Anfang bis zum Schluss spannend oder einfach gesagt - sensationell.

Zürcher 6-Tagerennen vom 11. bis 16. Dezember 2008
Resultate Profis: Schlussklassement 52. Zürcher 6-Tagerennen

1 1 Risi Bruno SUI Stam Danny NED Möbel Märki-Skoda 0 360
2 4 Marvulli Franco SUI Llaneras Juan ESP Skoda 1 370
3 8 Aeschbach Alexander SUI Lampater Leif GER Price 3 252
4 3 Rasmussen Alex DEN Morkov Michael DEN Hobi Bau 4 327
5 11 Van Bon León BEL De Ketele Kanny BEL ewz 7 240
6 6 Hondo Danilo GER Beikirch Andreas GER M.F.Hügler-Entsorger 7 208
7 12 Pearce Colby USA Holloway Daniel USA Hotel Krone Unterstrass 14 180
8 2 Roberts Luke AUS Ratajczyk Rafal POL Habegger 16 157
9 13 Ciccone Angelo ITA Masotti Fabio ITA Emilia Romagna 16 149
10 9 Grasmann Christian GER Marguet Tristan SUI Riposa 24 177
11 14 Bach Christian GER Lazar Petr CZE Sigi Sportmanagement 28 93
12 5 Baumgartner Tobias SUI Krauss Sven GER FIT HIT 40 106
Team 7 aufgegeben
Team 10 aufgegeben

Resultate Steher: Schlussklassement 52. Zürcher 6-Tagerennen

1 5 Atzeni Giuseppe SUI Dieter Durst GER SUN Microsystem 17
2 2 Jörg Peter SUI René Aebi SUI Planzer 17
3 4 Scholz Timo GER Peter Bäuerlein GER Bell Helmets 19
4 6 Breu Beat SUI Thomas Baur GER Atzmännig 32
5 3 Frey Reto SUI Mathias Luginbühl SUI Schibis Restaurant 40
Team 1 aufgegeben

Leserkommentare (0) »

Bruno Risi wird mit Getränken versorgt.

1. Bruno Risi - Danny Stam 2. Franco Marvulli - Juan Llaneras 3. Alexander Aeschbach - Leif Lampater

Ein sichtlich entäuschter Franco Marvulli.