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28. März 2011, 09:16

Maegert-Kohli und Prommegger gewinnen letztes Parallel-Rennen der Saison in Arosa

Parallel und Speed Gesamt Weltcup-Titel für Tudegesheva und Karl / Erster Weltcup-Titel für Russland

Mit einem Parallel-Rennen ist heute in Arosa der LG Snowboard FIS Weltcup 2011 zu Ende gegangen. Im letzten Parallel Riesenslalom der Saison setzten sich Fraenzi Maegert-Kohli (SUI) und Andreas Prommegger (AUT) auf dem Carmenna-Hang gegen die internationale Konkurrenz durch. Die Schweizerin behielt im Finale der Damen gegen die Parallel- und Speed Gesamt Weltcup-Siegerin Ekaterina Tudegesheva die Oberhand und fügte so der Russin in deren siebten großen Finale der Saison die erste Niederlage zu. Im Rennen um Platz drei überquerte Julia Dujmovits (AUT) vor Tomoka Takeuchi (JPN) die Ziellinie. Bei den Männern fuhr Prommegger trotz größerer Verletzungen seinen zweiten Saisonsieg gegen Roland Fischnaller (ITA) ein. Dritter wurde Nevin Galmarini (SUI), der sich gegen Izidor Sustersic (SLO) hatte durchsetzen können. Die kleine und große Weltcup-Kugeln bei den Männern gingen wie bereits 2008 und letzte Saison an Benjamin Karl (AUT), dem heute der neunte Platz zur Titelverteidigung gereicht hatte. Titelbild Season's last parallel giant slalom podium women in Arosa, Switzerland, from left to right: 2. Ekaterina Tudegesheva (RUS), 1. Fraenzi Maegert-Kohli (SUI), 3. Julia Dujmovits (AUT) © FIS/Oliver Kraus.

Zürich, 28.3.11 Red. (mk) Den hatte Karl bereits nach seinem Qualifikationssieg sicher inne gehabt, woraufhin der erfolgreichste österreichische Wintersportler der Saison eigentlich das Rennen genießen wollte. „Ich habe das gemacht, was ich gebraucht habe. Die Qualibestzeit hat mir zum Parallel und Gesamt Weltcup-Sieg gereicht. Das habe ich wieder geschafft. Damit habe ich mich eigentlich schon zufrieden geben“, so der 25-Jährige, der zugab, dass nach der Titelgewissheit die Luft raus war.

„Der letzte Siegeswille hat dann total gefehlt. Es war eine sehr lange Saison. Ich habe sechs Mal gewonnen. Die Birne ist leer. Ich habe heuer alles erreicht“, erklärte Karl, der sich bei der letzten Weltmeisterschaft im spanischen La Molina Ende Januar zum Doppelweltmeister gekrönt hatte, abschließend.

Am Ende hatte der Olympia-Zweite von Vancouver 2010 in der Parallel-Wertung gerade einmal 50 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Andreas Prommegger, der heute trotz zweier Bänderrisse im linken Sprunggelenk sowie einem angerissenen Kreuzband im rechten Knie, alles im Finale von Valmalenco letzte Woche zugezogen, zum fünften Sieg seiner Karriere raste.

„Die Ärzte haben mir gesagt, es wäre ein akzeptables Risiko. Das war ein Wahnsinn heute. Es war ein wirklich schweres Rennen. Ich bin total am Ende, weil ich bis heute fast eine Woche nur gelegen bin. Aber es hat mir heute getaugt, und es war schön, dass ich mit Fisch (Roland Fischnaller) im Finale den zweiten und dritten Platz des Parallel Weltcup-Rankings ausgemacht habe“, so Prommegger.

Der 30-jährige Salzburger fügte allerdings auch an, dass „wenn ich im Finale von Valmalenco nicht durch einen Bindungsbruch die Punkte verloren hätte, ich mit einem Sieg dort und heute die kleine Kristallkugel geholt hätte. Aber hätte, wenn und aber bringt alles nichts. Ich habe eine super Saison gehabt, für die Kugel hat es nicht ganz gereicht. Der Benji (Benjamin Karl) war zu stark.“

Erste Finalniederlage für Tudegesheva

Bei den Damen war in dieser Saison Ekaterina Tudegesheva das Maß aller Dinge, die mit insgesamt sechs Saisonsiegen zu Recht die Titel einheimste und damit ihrem Heimatland die erste kleine wie große Kristallkugel in der Geschichte des FIS Snowboard Weltcups bescherte. Allerdings zeigte heute Fraenzi Maegert-Kohli bei ihrem Heimrennen, dass die Russin durchaus zu schlagen ist.

„Ich habe heute daran geglaubt, dass ich es schaffen kann, sie (Ekaterina Tudegesheva) schlagen zu können. Heute hatte sie zudem endlich mal einen Fehler. Aber auch mit Penalty-Vorsprung musste ich trotzdem noch einmal alle meine Kräfte mobilisieren, um einen guten Lauf runterzubringen“, so die Parallel Slalom-Weltmeisterin von 2009, die sich mit dem Sieg zudem für eine bittere Niederlage am selben Ort revanchierte.

Vor vier Jahren war die 28-Jährige im Halbfinale der Weltmeisterschaft um wenige Hundertstel der Russin unterlegen: „Daran habe ich gar nicht gedacht. Damals habe ich ja noch Bronze geholt. Aber zu Hause zu gewinnen, ist einfach das Schönste.“

Das PGS-Podium von Arosa

1. Fraenzi Maegert-Kohli (SUI) 1. Andreas Prommegger (AUT)

2. Ekaterina Tudegesheva (RUS) 2. Roland Fischnaller (AUT)

3. Julia Dujmovits (AUT) 3. Nevin Galmarini (SUI)

4. Tomoka Takeuchi (JPN) 4. Izidor Sustersic (SLO)

Das Parallel Weltcup-Podium der Saison 2011

1. Ekaterina Tudegesheva (RUS) 1. Benjamin Karl (AUT)

2. Fraenzi Maegert-Kohli (SUI) 2. Andreas Prommegger (AUT)

3. Marion Kreiner (AUT) 3. Roland Fischnaller (ITA)

Das Speed Gesamt Weltcup-Podium der Saison 2011

1. Ekaterina Tudegesheva (RUS) 1. Benjamin Karl (AUT)

2. Dominique Maltais (CAN) 2. Andreas Prommegger (AUT)

3. Fraenzi Maegert-Kohli (SUI) 3. Roland Fischnaller (ITA)

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Season's last parallel giant slalom podium men in Arosa, Switzerland, from left to right: 2. Roland Fischnaller (ITA), 1. Andreas Prommegger (AUT), 3. Nevin Galmarini (SUI) © FIS/Oliver Kraus.

Parallel World Cup winner Ekaterina Tudegesheva (RUS) with her Crystal Globe © FIS/Oliver Kraus.

Parallel World Cup winner Benjamin Karl (AUT) with his Crystal Globe © FIS/Oliver Kraus.

Andreas Prommegger (AUT) competes in the season's last parallel giant slalom held at the World Cup finals 2011 in Arosa, Switzerland © FIS/Oliver Kraus.

Benjamin Karl (AUT) competes in the season's last parallel giant slalom held at the World Cup finals 2011 in Arosa, Switzerland © FIS/Oliver Kraus.

Fraenzi Maegert-Kohli (SUI) competes in the season's last parallel giant slalom held at the World Cup finals 2011 in Arosa, Switzerland © FIS/Oliver Kraus.