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20. März 2011, 00:14
Tudegesheva und Dufour siegen im Parallel Riesenslalom von Valmalenco
Ekaterina Tudegesheva (RUS) und Sylvain Dufour (FRA) haben das vorletzte Parallel-Rennen des LG Snowboard FIS Weltcup 2011 für sich entschieden. Im Parallel Riesenslalom von Valmalenco, Italien, setzte sich die Russin im Finale der Frauen gegen Isabella Laböck (GER) durch und holte damit ihren sechsten Saisonsieg. Dritte wurde Julia Dujmovits (AUT) vor Caroline Calve (CAN). Bei den Männern feierte Sylvain Dufour den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere, nachdem er im Finale Andreas Prommegger (AUT) bezwungen hatte. Im Duell um Platz drei überquerte Roland Haldi (SUI) die Ziellinie vor Meinhard Erlacher (ITA). Fotos Oliver Kraus Fis.
Zürich, 19.3.11 Red. (mk) Doch vor den Entscheidungen bei den Herren hatte einmal mehr die dominierende Raceboarderin der Saison dem Rennen ihren Stempel aufgedrückt. Trotz schwieriger, weicher Schneebedingungen, zog Ekaterina Tudegesheva ihre Carving-Spuren wie auf Schienen durch den Schnee und sicherte sich am Ende nicht nur den neunten Weltcup-Sieg ihrer Karriere, sondern auch mit nunmehr 6.890 Punkten vorzeitig ihre erste Disziplin-Kristallkugel sowie den Gesamt Weltcup der Speed-Disziplinen Snowboard Cross und Paralel mit 6.000 Punkten.
„Ich freue ich sehr“, so die 23-jährige aus Tashtagol. „Es ist eine super Saison und ich hoffe, dass ich die jetzt auch beim Saisonfinale in Arosa mit einem weiteren Sieg beenden kann.“ Dass das durchaus wahrscheinlich ist, bestätigen nicht nur die diesjährigen Ergebnisse, sondern auch die heutige Performance. Erst im Finale leistete sich die WM-Fünfte im Parallel Riesenslalom ein paar kleinere Fehler, hatte aber bis dahin schon ausreichend Vorsprung auf Isabella Laböck rausgefahren.
Die 24-jährige Deutsche musste dann auch neidlos anerkennen, dass heute kein Weg an der Russin vorbei geführt hätte: „Sie ist einfach sehr stark. Gegen sie kann man schon verlieren, zumal es heute extrem schwere Bedingungen waren.“ Warme Temperaturen hatten im Verlauf des Rennens zu einigen Wannen geführt, die der Olympia-Fünfzehnten letztlich im ersten Finallauf zum Verhängnis wurden.
„Ich habe einen Schlag bekommen und bin dadurch weit raus gekommen. Dadurch musste ich im Rücklauf alles riskieren, um die maximale Penaltyzeit noch aufholen zu können. Aber das war heute einfach nicht möglich. Ich freue mich aber dennoch sehr über den zweiten Platz“, so Laböck abschließend.
Paukenschlag von Dufour
Nach einer zermürbenden Saison voller Rückschläge, hätte wohl niemand mit einem Weltcup-Sieg von Sylvain Dufour gerechnet. Am wenigsten der Franzose selbst. Zu frustrierend war der Rennwinter bislang für den 28-Jährigen verlaufen. In sieben Wettbewerben, Korea hatte Dufour ausgelassen, gelang ihm gerade einmal beim Saisonauftakt in der Halle von Landgraaf (NED) der Einzug in die Runde der besten 16.
Dementsprechend groß war dann auch der Jubel, nachdem im 114ten Weltcup-Start der erste Erfolg zu Buche stand: „Es fühlt sich so gut an. Ich habe lange Zeit gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet. Und endlich hat es sich ausgezahlt. Dass es nach so einer Saison klappt, hätte ich nicht gedacht, aber jetzt weiß ich, dass ich es kann“, so der Doppel-Vizeweltmeister von 2009.
Allerdings hatte Dufour im ersten Lauf des Finales auch ein wenig vom Pech seines Kontrahenten profitiert. Kurz vor dem Ziel war Prommegger in Folge eines Bindungsbruches heftig gestürzt. Der Österreicher kam im zweiten Lauf zwar noch einmal heran, musste sich letztlich aber mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
„Natürlich wäre es schön gewesen, hier zu gewinnen. Aber in Anbetracht des Missgeschicks muss man ganz klar sagen, dass der zweite Platz super ist. Zumal es meine beste Platzierung hier in Valmalenco ist“, so der 30-Jährige, der im Rennen um den Parallel Weltcup nach dem Achtelfinalaus des Weltcup-Führenden Benjamin Karl (5.500 Punkte) zwar Boden gutmachte und nunmehr 4.740 Punkte hat, aber dennoch nicht mehr an den ganz großen Coup glaubt.
„Benji (Benjamin Karl) ist in einer bestechenden Form, auch wenn er heute in der ersten Runde raus ist. Da müsste es in Arosa schon sehr mit dem Glück zu gehen. Daran denke ich erst gar nicht. Ich möchte nur noch ein gutes Abschlussrennen bringen. Wenn ich danach auf dem Weltcup-Podium stehe, bin ich sehr zufrieden“, so der WM-Vierte im Parallel Slalom.
Das PGS-Podium von Valmalenco
1. Ekaterina Tudegesheva (RUS) 1. Sylvain Dufour (FRA)
2. Isabella Laböck (GER) 2. Andreas Prommegger (AUT)
3. Julia Dujmovits (AUT) 3. Roland Haldi (SUI)
4. Caroline Calve (CAN) 4. Meinhard Erlacher (ITA)
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Parallel Giant Slalom, Valmalenco, Italy, Mens Podium from left to right: 2. Andreas Prommegger (AUT), 1. Sylvain Dufour (FRA), 3. Roland Haldi (SUI) © FIS/Oliver Kraus.

Ekaterina Tudegesheva (RUS) competes in a Parallel Giant Slalom World Cup race in Valmalenco, Italy, 2011 © FIS/Oliver Kraus.

Sylvain Dufour (FRA) competes in a Parallel Giant Slalom World Cup race in Valmalenco, Italy, 2011 © FIS/Oliver Kraus.


