Samstag, 26. Mai 2012, 06:56:01 Uhr

07. November 2008, 00:03

Die Schlammschlacht am Hittnauer Schlossberg

Der grossartige Abschied des Thomas Frischknecht

Katrin Leuman vor Vivienne Meyer und der Schweizermeisterin Jasmin Achermann bei den Frauen und Francis Mourey, Frankreich vor Christian Heule Schweiz und Simon Zahner CH bei den Profis, haben die Schlammschlacht am heutigen Radquer in Hittnau, am besten überstanden. Bei grossem Zuschaueraufmarsch, lieferten sich die Radquercracks ein packendes Rennen.

Brüttisellen (mk) Vivienne Meyer die Zukunftshoffnung im Damenradquersport, lieferte sich mit der routinierten Katrin Leuman ein packendes Rennduell. Leumann, die nach zwei Runden solo die Spitze übernahm, stürzte in der zweitletzten Runde bei der heiklen Abfahrt und musste Vivienne Meyer aufschliessen lassen. Im Spurt allerdings, hatte die junge Hittnauerin gegen Leumann keine Chance. Jasmin Achermann konnte heute bei "ihrem" Terrain nicht um die Entscheidung mitkämpfen. Sie war den gesamten Rennverlauf damit beschäftigt, den Anschluss an die zwei Führenden zu finden, was ihr nicht gelang.

Der französische WM Dritte Francis Mourey war eine Klasse für sich

Mourey hatte heute keine Gegner zu fürchten. Zu gross war seine Klasse. Von allem Anfang an dominierte er die Spitzengruppe und löste sich von seinen zwei Konkurrenten Zahner und Heule schon in der zweiten Runde. Er baute anschliessend seinen Vorsprung kontinuierlich aus - und lockerte dann zu Beginn der letzten Runde sein Tempo um mit nahezu einer halben Minute Vorsprung über die Zielllinie zu fahren. Simon Zahner der noch Dritter wurde, hatte heute einen rabenschwartzen Tag. Er stürzte nicht weniger als dreimal in der Abfahrt und verlor so den Kontakt zu seinem Trainingskumpanen Heule. Am Schluss musste der Zürcher Oberländer noch um seinen dritten Rang bangen, der ihm der abtretende Frischi streitig machte.

Ein Abschied mit Klasse!

Thomas Frischknecht verabschiedete sich vor seinem Publikum mit Klasse. Er fuhr ein beherztes Rennen und mit etwas Glück, hätte sogar ein dritter Platz drinn gelegen.

Hittnau weiss wie man ein Radquer veranstaltet

Die Hittnauer vom Ortsansässigen Veloclub, haben es einmal mehr verstanden, ein internationales Radquer zu veranstalten. Was das Hittnauer OK an Streckenbau und Organisation auch heute wieder zeigte, war einsame Spitze.

Wie sich allerdings die Radsportszene im Radquersport weiter entwickelt, ist in den Sternen geschrieben. Bei den Buben ist einiger Nachwuchs da, ob dieser allerdings genügt und die Massen weiterhin auf die Hügel bewegt bleibt abzuwarten. Es braucht Neuerungen ohne diese auch die Radquerabteilung in Zukunft kaum auskommen kann, will sie nicht im nirgendwo verschwinden.

Ranglisten

Elite-Profi
1. Francis Mourey 1:0046,4
2. Christian Heule 28,6Sek zurück
3. Simon Zahner 1:16,3 zurück
4. Thomas Frischknecht 2:12,6 zurück

Frauen

1. Katrin Leumann
2. Vivienne Meyer
3. Jasmin Achermann

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Sieger bei den Profis - Francis Mourey

Achermann - Leumann - Meyer das Top Trio bei den Damen

Es sei jetzt endgültig Zeit, Abschied zu nehmen. Sagt ein gelöster Thomas Frischknecht, nach seinem letzten Rennen am Radquer in Hittnau. Für ihn sei allerdings nur die Profilaufbahn beendet. Auch wenn er jetzt sein Velo an den berühmten Nagel hänge, stimme dies nicht ganz. Er fahre weiter jeden Tag und so viel es geht Rennvelo oder Bike - einfach zum Plausch. Darum sei dieser berühmte Nagel nur symbolisch zu nennen. Dies sei ihm sehr wichtig. Frischknecht präsentierte sich zum Abschied seiner grossartigen Laufbahn (Mountainbike Marathonweltmeister in Lugano, Juniorenweltmeister Radquer und hunderte von Siegen und Ehrenplatzierungen im MTB und im Radquersport) als sympatischer Sportler. Er wusste auch das Publikum, dass extra geblieben war zu lachenden Beifallsstürmen zu ermuntern, als ihn der Moderator fragte, er habe doch heute wieder eine tolle Leistung mit seinem vierten Rang gebracht, ob er nicht weiterfahren wolle. Frischknecht antwortete darauf:" Wenn es nur bergab ginge, da könnte ich noch mit den Allerbesten mithalten - auf dem normalen Pracours aber, da bin ich langsam geworden, da reicht es nur noch zur zweiten Garnitur." Thomas Frischknecht betreut in Zukunft seine Radquerschule im Engadin und hat jetzt endlich Zeit für seine Familie, die so lange auf ihren Papa warten musste. " Der Reporter wurde während des Rennens durch Rufe neben ihm aufmerksam. Liebevoll tönte es da - Hopp Papi! Hop! - Ist der Frischi Dein Papi, fragte er ihn, ja klar und seine Augen strahlten auf einmal!" Ein so schönes Erlebnis hat auch mich tief berührt und zeigt, was der Thomas in Zukunft seiner Familie geben möchte. Der kleine Andri hat heute bei den Anfängern den fünften Platz belegt. So ist er Nachfolger vom grossen Papa und vom grossen Frischi bereits in den Spuren des grossen Thomas. Mit Thomas Frischknecht geht eine Aera zu Ende, die dem Schweizer Radquersport weht tun wird. Frischi, hat auch im Mountainbike Sektor Pionierarbeit geleistet, hat viel in Amerika gelebt, mitgeholfen die schönsten Rennen zu endtecken und zu planen. Thomas Frischknecht war in seiner Laufbahn neben dem Siegen für eines da - er war der Botschafter für viele tausend junge Menschen, die ihre Erfüllung im Mountainbike und im Radquersport gefunden haben. Er ist und bleib ein riesengrosses Vorbild.

 

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