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Marcel Krebs

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10. Februar 2011, 20:34

Österreicher dominieren Parallel Slalom von Yongpyong

Marion Kreiner und Benjamin Karl siegreich

Das österreichische Team hat der heutigen Premiere Yongpyongs, Korea, als LG Snowboard FIS Weltcup-Ausrichter seinen rot-weiß-roten Stempel aufgedrückt. Insgesamt drei von sechs möglichen Podestplätzen gingen an Fahrer aus der Alpenrepublik. Während bei den Frauen Marion Kreiner (AUT) die Schweizerin Fränzi Mägert-Kohli, Svetlana Boldykova (RUS) und Doris Günther (AUT) auf die Plätze zwei, drei und vier verwies, feierten Benjamin Karl (AUT) und Siegfried Grabner (AUT) eine Doppelsieg für ihr Heimatland. Dritter wurde Aaron March (ITA), der im kleinen Finale Manuel Veith (AUT) bezwingen konnte. -Alle Bilder und Text Oliver Kraus. Auf dem Titelbild Benjamin Karl.

Brüttisellen, 10.2.11 Red. (mk) Für Kreiner und Karl war es der jeweils elfte Weltcup-Sieg in ihrer Karriere. Allerdings maßen beide Raceboarder dem heutigen Triumph unterschiedliche Bedeutung zu. Für die 29-jährige Grazerin war das heutige Ergebnis in erster Linie eine Genugtuung für die für sie enttäuschende Weltmeisterschaft im spanischen La Molina vom vergangenen Monat.

„Ich war bei der WM nicht schlecht drauf. Es hat einfach nicht gepasst. So ist nun einmal unsere Disziplin. Heute lief es umso besser. Das tut gut. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben und muss das erst einmal realisieren. Aber es spricht für sich, dass ich nach der WM wieder an meine Form von vor La Molina anknüpfen konnte“, so Kreiner nach dem Rennen.

Benjamin Karl indes, der mit zwei Goldmedaillen zum erfolgreichsten Boarder der 9. FIS Snowboard Weltmeisterschaften avanciert war, hatte sich kurz nach der Zieleinfahrt bereits weitere Rekorde vorgenommen. „Das ist jetzt das vierte Rennen, das ich in Folge gewinnen konnte. Meines Wissens nach liegt der Rekord von Philipp (Schoch, SUI) bei fünf. Den will ich jetzt schon knacken“, so der dominierende Raceboarder der laufenden Saison.

Der Olympiazweite von Vancouver 2010 hat dank seines Sieges zudem im Parallel Weltcup für nunmehr klarere Verhältnisse gesorgt. Vor dem Rennen in Korea hatte Karl nur zehn Punkte Vorsprung auf seinen Landsmann Andreas Prommegger gehabt, der aufgrund seines Aus‘ im Achtelfinale an Boden verlor und am Ende nur 12ter wurde. Nach insgesamt sechs Parallel-Rennen führt der dreimalige Weltcup-Titelträger jetzt mit 3.910 Punkten vor Roland Fischnaller (ITA, 3.120) und Andreas Prommegger (3.100) sowie Aaron March (3.100). „Den Weltcup hat man natürlich schon im Hinterkopf. Dass ich mich jetzt ein bisschen absetzen konnte, ist ein gutes Gefühl“, so Karl.

Bei den Frauen hat heute die Weltcup-Führende Ekaterina Tudegesheva (RUS) als Neunte deutlich von ihrem Vorsprung eingebüßt. Die Russin liegt zwar noch mit 4.180 Punkten in Front, doch Fränzi Mägert-Kohli liegt ihr seit heute mit 3.910 Punkten dicht auf den Fersen. Eine Tatsache, die die Schweizerin im Fernseh-Interview überraschte: „Ich wusste gar nicht, dass es so eng ist. Ich rechne nicht nach. Es sind ja noch vier Rennen. Aber es wird spannend. Ich bin einfach zufrieden mit dem Rennen und dass es heute so gut für mich gelaufen ist. Ich habe mich schon in der Quali gut gefühlt.“

Das PSL-Podium von heute:

Damen Herren

1. Marion Kreiner (AUT) 1. Benjamin Karl (AUT)

2. Fränzi Mägert-Kohli (SUI) 2. Siegfried Grabner (AUT)

3. Svetlana Boldykova (RUS) 3. Aaron March (ITA)

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