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07. März 2010, 14:35
Doris Günther und Aaron March triumphieren im ersten Parallel Slalom auf einer Rampe
Doris Günther (AUT) und Aaron March (ITA) haben den zweiten Parallel Slalom des LG Snowboard FIS Weltcup 2010 gewonnen. Während Günther in der russischen Hauptstadt Moskau einen Dreifachsieg Österreichs bei den Damen anführte, mit Heidi Neururer und Julia Dujmovits auf den Plätzen zwei und drei, setzte sich March im Finale der Herren gegen den Olympiazweiten und Weltcup-Führenden Benjamin Karl (AUT) durch. Der Südtiroler sicherte sich damit vor mehreren tausend Zuschauern im ersten Parallel-Rampen-Wettbewerb der Geschichte des Weltcups den ersten Sieg seiner Karriere. Roland Fischnaller (ITA) rundete das gute Herrenergebnis der Italiener als Dritter ab.
7.3.2010 Brüttisellen (mk) Nach dem ersten Sieg im 37ten Weltcup-Start zeigte sich der erst 23-jährige March überglücklich. Vor allem, nachdem er zunächst nur schwer ins Carven gekommen war. „Es ist mir am Anfang echt schwer gefallen. Aber dann lief es von Lauf zu Lauf immer besser“, so der Olympia-Fünfzehnte von 2010. Im Finale profitierte das aufstrebende Talent, das in dieser Saison bereits in Landgraaf (NED) beim ersten Parallel Slalom dieses Winters als Vierter sein Können im engen Torwald gezeigt hatte, von einem Fahrfehler seines Kontrahenten. Deswegen „bin ich schon überrascht, dass ich gewonnen habe“, fügte er abschließend an.
Benjamin Karl hingegen haderte zunächst noch ein wenig mit seinem Schicksal. „Es ist wie verhext. Genau wie bei Olympia mache ich den einzigen Fehler im Finale. Aber dann gewinne ich halt die nächsten Rennen“, so der in dieser Saison dominierende Raceboarder, der recht schnell wieder zum alten Selbstbewusstsein gefunden hatte. Zudem lobte er das Set-up in der russischen Hauptstadt: „Piste und Stimmung waren phänomenal.“
Doris Günther erneut stark im Parallel Slalom
Ähnlich sah es auch Doris Günther, die nach ihrem zweiten Platz von Landgraaf ihr zweites Podiumresultat der laufenden Saison einfahren konnte – bezeichnenderweise erneut in einem Parallel Slalom: „Es hat riesig Spaß gemacht, vor so vielen Leuten auf dieser Rampe zu fahren. Das würde ich gerne wiederholen“, so die erfahrene Österreicherin.
Die Erfahrung von 205 Weltcup-Starts half ihr dann auch im Duell mit ihrer Landsfrau Neururer um den Tagessieg. Nach einem technischen Problem bei der Zeitmessung musste der zweite Durchlauf des Damenfinals wiederholt werden. Am Ende unterstrich die 31-Jährige ihre heute herausragende Form. „Ich habe mich heute von Anfang an super gefühlt. Für mich war es wichtig, nach Olympia einen Sieg einzufahren“, so die Qualifikationsschnellste, die sich in Vancouver mit Platz neun zufrieden hatte geben müssen. Durch ihren Sieg wahrte Günther zudem ihre Chancen auf die kleine Kristallkugel im Parallel Weltcup. Mit 3.710 Punkten liegt sie jetzt auf Platz zwei hinter Olympiasiegerin Nicolien Sauerbreij (NED, 3.800), die als Zwanzigste die direkten K.o.-Duelle in Moskau verpasste.
Das PSL Podium von Moskau
Damen Herren
1. Doris Guenther (AUT) 1. Aaron March (ITA)
2. Heidi Neururer (AUT) 2. Benjamin Karl (AUT)
3. Julia Dujmovits (AUT) 3. Roland Fischnaller (ITA)
4. Alena Zavarzina (RUS) 4. Kaspar Fluetsch (SUI)
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