Mittwoch, 8. Februar 2012, 13:30:56 Uhr
















17. Januar 2010, 18:32

Ekaterina Tudegesheva und Michael Lambert siegen im Parallel Riesenslalom von Nendaz

Kanadisches Männerteam dominiert weiter den PGS

Im letzten Parallel-Rennen, das für die offizielle Olympianorm zählt, haben sich in Nendaz, Schweiz, Ekaterina Tudegesheva (RUS) und Michael Lambert (CAN) durchgesetzt. Während die Russin im vierten Parallel Riesenslalom des LG Snowboard FIS Weltcup gegen Nicolien Sauerbreij (NED) den zweiten Sieg ihrer Karriere feierte, fuhr der 23-jährige Kanadier erstmals zuoberst aufs Podest. Lambert setzte sich im Finale der Herren gegen den Österreicher Andreas Prommegger durch. Im kleinen Finale auf dem 660 Meter langen Alpage-Kurs holte sich Benjamin Karl (AUT) gegen Rok Marguc (SLO) den dritten Platz. Bei den Damen rundete Lokalmatadorin Fränzi Mägert-Kohli (SUI) das Podium als Dritte ab. Ekaterina Ilyukhina (RUS) wurde Vierte.

Brüttisellen, 17.1.2010 (mk) Für Michael Lambert, der im Dezember in Telluride als Zweiter erstmals aufs Podium gefahren war, ging mit seinem ersten Sieg eine lange, 35 Rennen andauernde Durstrecke zu Ende. „Darauf habe ich immer gewartet. Es ist ja kein Geheimnis, wie man gewinnt. Man muss einfach gute Schwünge fahren“, so der Boarder aus Toronto, Ontario. Der Sieg des Kanadiers war gleichbedeutend mit dem vierten für das Männerteam der Ahornblätter, das damit alle Parallel Riesenslaloms der Saison für sich entscheiden hat.

Zwei Mal stand Jasey Jay Anderson ganz oben (Telluride, Kreischberg), einmal Matthew Morison (Telluride) – und jetzt eben Lambert. Damit scheint das Trio favorisiert für die Olympischen Spiele im Heimatland zu sein, auch wenn Lambert sich noch nicht ganz sicher ist, ob er dabei sein wird: „Ich bin immer noch ein bisschen gestresst. Ich denke, ich brauche noch ein Podium-Resultat in Stoneham.“

Ebenfalls gut in Form sind derzeit zwei Österreicher. Denn mit Andreas Prommegger und Benjamin Karl konnten zwei rot-weiß-rote Raceboarder ihr Treppchen-Resultat vom letzten Rennen am Kreischberg wiederholen. Dementsprechend zufrieden war dann auch der Pongauer Andreas Prommegger: „Ich fühle mich gut. Es war heute schwer auf dem Kurs und schwer aufs Podium zu fahren. Das Ergebnis war wichtig für Olympia. Wir sind ein starkes Team.“ Ins gleiche Horn stieß Teamkollege Karl. „Wir haben ein gutes Team und pushen uns sehr“, so der amtierende Parallel Slalom-Weltmeister, der im Halbfinale gegen den späteren Sieger mit nur vier Hundertstel Rückstand ausgeschieden war.

Tudegesheva zurück

Nachdem die bisherige und auch die letzte Saison nicht nach Wunsch verlaufen war und knapp zwei Jahre seit dem letzten Podiumsresultat (Dritte in Stoneham 2008) vergangen waren, scheint die Weltmeisterin von 2007 Ekaterina Tudegesheva rechtzeitig zu den Olympischen Spielen wieder in Form zu kommen.

„Ich bin überglücklich aber auch wahnsinnig müde nach den vielen Läufen. Der Kurs lag mir heute, und jetzt freue ich mich nur noch auf Vancouver“ sagte die Olympiafünfte von Turin nach dem Rennen.

Dort dürfte auch mit Nicolien Sauerbreij zu rechnen sein, denn nach ihrem Sieg am Kreischberg bewies die Niederländerin mit dem 19ten Podium ihrer Karriere ihre hervorragende Verfassung, die sie mit in den nächsten Wettbewerb nehmen will. „Es war ein harter Kurs aber gut. In Stoneham will ich ebenfalls aufs Treppchen“, so die 30-Jährige.

Die nächsten LG Snowboard FIS Weltcup-Bewerbe finden vom 20. bis 24. Januar in Stoneham und Quebec statt – und das in allen Disziplinen plus dem Big Air Weltcup-Finale. Das nächste Parallel-Rennen, ein Parallel Riesenslalom, bildet den Abschluss des Weltcup-Stopps in Quebec (24. Januar).

Damen Herren
1. Ekaterina Tudegesheva (RUS) 1. Michael Lambert (CAN)

2. Nicolien Sauerbreij (NED) 2. Andreas Prommegger (AUT)
3. Fränzi Mägert-Kohli (SUI) 3. Benjamin Karl (AUT)
4. Ekaterina Ilyukhina (RUS) 4. Rok Marguc (SLO)

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