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06. Januar 2010, 18:01

Nicolien Sauerbreij und Jasey Jay Anderson entscheiden ersten Weltcup im Neuen Jahr für sich

Einen Einstand nach Maß ins Neue Jahr haben Nicolien Sauerbreij (NED) und Jasey Jay Anderson (CAN) hingelegt und den ersten Weltcup 2010 gewonnen. Die Holländerin und der Kanadier setzten sich am Kreischberg, Österreich, im dritten Parallel Riesenslalom der laufenden Saison des LG Snowboard FIS Weltcup gegen die internationale Konkurrenz erfolgreich durch. Sauerbreij bezwang im großen Finale der Frauen die Kanadierin Alexa Loo. Dritte wurde Fränzi Mägert-Kohli aus der Schweiz, die die Lokalmatadorin aus der Steiermark, Marion Kreiner (AUT), hinter sich ließ. Bei den Männern verwies Anderson, der dank seines Sieges auch die Führung im Parallel Weltcup übernahm, den Österreicher Andreas Prommegger auf den zweiten Platz. Dessen Landsmann Benjamin Karl rundete das Podium als Dritter ab. Tyler Jewell aus den USA musste sich mit Platz vier begnügen. (Story und Fotos by Oliver Kraus)

Kreischberg, 6.1.2010 (mk) Von Oliver Kraus - Wenige Wochen vor den Olympischen Entscheidungen scheinen die erfahrenen Weltcup-Boarder die richtige Mischung aus Kraft, Kondition, Material und Erfahrung gefunden zu haben. Denn neben Anderson, der in seinem 205ten Weltcup-Start den 26ten Erfolg feiern durfte, haben mit Sauerbreij (190 Starts), Loo (126) und Prommegger (166) alle top-platzierten Athleten reichlich Wettbewerbserfahrung in den Beinen.

So meinte dann auch der 34-jährige Raceboard-Veteran Anderson, dass es neben „intensiven Training vor allem auf Erfahrung ankomme. Allerdings ist es trotzdem überraschend, nach dem erfolgreichen Jahresausklang (Sieg in Telluride, USA) so gut ins Neue Jahr zu starten; auch wenn ich wusste, dass ich gut drauf bin.“

Ein weiterer entscheidender Faktor war der Rennhang am Kreischberg, der mit seinen steilen Abschnitten und technisch schwierigen Übergängen die Fahrer forderte. „Ich liebe diesen Hang. Er ist gut für mich und ich bin froh, dass ich daraus meinen Vorteil ziehen konnte“, fügte der amtierende Parallel Riesenslalom-Weltmeister an, der mit seinem 58 Weltcup-Podium als einer der Hauptfavoriten für Olympia zu werten ist.

Ähnlich zufrieden wie „The Canadian Rocket“ war auch Nicolien Sauerbreij, die nach einigen Rückschlägen in der vergangenen Saison wieder in die Spur zu finden scheint, die ihr vor zwei Wintern den Gesamt Weltcup-Sieg einbrachte. „Letztes Jahr haben mir immer ein paar Hundertstel gefehlt.“ Umso wichtiger war daher der heutige Erfolg für die Niederländerin. „Ich habe wieder das Gefühl wie vor zwei Jahren. Ich kann wieder mit dem Board und den Gegnern spielen. Es ist gut, dass die anderen sehen, dass ich wieder da bin“, so die 30-Jährige nach dem siebten Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

Aufatmen bei Loo und Prommegger

Neben den beiden Siegern strahlten auch beide zweitplatzierten Boarder des heutigen Tages um die Wette. So konnte Alexa Loo die schlechten vorweihnachtlichen Ergebnisse ausmerzen und im Rahmen der nationalen Olympia-Qualifikation mit ihrem bislang besten Weltcup-Ergebnis für einen vielversprechenden Achtungserfolg sorgen. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, denn als ich bei beiden Rennen in Telluride jeweils nur 25te geworden bin, war ich kurz vorm Ausflippen. Ich komme aus Vancouver und endlich kann man auch Positives von mir berichten. Das war so wichtig. Oh mein Gott, ich kann noch fahren.“

Bei den Männern freute sich Andreas Prommegger vor allem über den für ihn erfreulichen Ausgang des Halbfinal-Duells mit Benjamin Karl. „Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal gegen ihn gewonnen habe. Das tut mir auf jeden Fall sehr gut.“ Da spielte es am Ende auch keine Rolle, dass der 29-Jährige seinen Vorsprung aus dem ersten Lauf von 56 Hundertstel im zweiten Run gegen Anderson noch verspielte. „Ich bin überglücklich. Es war ein super Event, die Piste war perfekt. Es hat einfach nur Spaß gemacht.“

Das PGS Podium vom Kreischberg, Österreich:

Damen Herren

1. Nicolien Sauerbreij (NED) 1. Jasey Jay Anderson (CAN)

2. Alexa Loo (CAN) 2. Andreas Prommegger (AUT)

3. Fränzi Mägert-Kohli (SUI) 3. Benjamin Karl (AUT)

4. Marion Kreiner (AUT) 4. Tyler Jewell (USA)



Die Schweizer konnten sich wie folgt platzieren:

Damen Herren

3. Fränzi Mägert-Kohli 7. Nevin Galmarini

12. Patrizia Kummer 10. Roland Haldi

28. Ladina Jenny 14. Philipp Schoch

41. Julie Zogg 31. Simon
Schoch

32. Heinz Inniger

44. Kaspar Flütsch

DNF Stefan Weber

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Holländisches Wundermädchen Nicolien Sauerbreij. Foto Oliver KrausFIS.

Das Männer Podest.

Jasey Jay Anderson der Wunderknabe aus Canada.

 

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