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18. Dezember 2009, 13:54
Parallel Riesenslalom von Telluride
Alena Zavarzina und Jasey Jay Anderson gewinnen zweiten Riesenslalom
Alena Zavarzina (RUS) und Jasey Jay Anderson (CAN) haben den zweiten Parallel Riesenslalom des LG Snowboard FIS Weltcup in Telluride, Colorado USA, gewonnen. Die Russin schaltete im Finale der Frauen die Österreicherin Marion Kreiner aus und sicherte sich damit den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Im rein österreichischen Duell um den dritten Platz überquerte Ina Meschik vor Heidi Neururer die Ziellinie. Bei den Männern konnte sich Jasey Jay Anderson gegen seinen Landsmann Michael Lambert durchsetzen. Im kleinen Finale bezwang Rok Flander (SLO) den Olympiazweiten von Turin 2006, Simon Schoch (SUI).
Brüttisellen, 18.12.09 (mk) Nachdem Alena Zavarzina noch vor zwei Tagen als 32te in der Qualifikation gescheitert war, lief für die heutige Überraschungssiegerin der zweiten von vier Weltcup-Entscheidungen in Telluride hingegen alles reibungslos. In all ihren Durchgängen gegen Gloria Kotnik (SLO), Claudia Riegler (AUT) und Ina Meschik ließ die 20-Jährige nichts anbrennen. Einzig im Finale gegen Kreiner musste die Russin einen Rückstand von 15 Hundertstel aufholen. Dementsprechend groß war der Jubel, als der erste Weltcup-Sieg im achten Start fix war: „Es war heute sehr hart. Ich wusste, dass ich schnell fahren kann, aber heute habe ich es endlich mir, meinem Team, meinen Trainern und Russland beweisen können. Es ist einfach unbeschreiblich!“
Ebenfalls zufrieden, obwohl am Ende mit 0,47 Sekunden Rückstand unterlegen, zeigte sich Marion Kreiner. Die 28-jährige Grazerin hatte ihren zweiten Weltcup-Triumph schon fast vor Augen, als ihr Mitte des zweiten Runs der entscheidende Fehler unterlief. „Es hat mich leider bei der Einfahrt in den Steilhang verschlagen. Das hat Zeit gekostet.“ Die amtierende Parallel Riesenslalom-Weltmeisterin weiter: „Natürlich würde mir der erste Platz mehr taugen, aber ich bin zufrieden.“
Kanadischer Doppelerfolg bei den Herren
Was die Österreicher bei den Frauen trotz dreier Starterinnen im Halbfinale verfehlten, gelang bei den Männern dem kanadischen Snowboardteam: ein Doppelerfolg. Vor allem für den 34-jährigen Veteranen Jasey Jay Anderson war es ein super Gefühl, in seiner letzten richtigen Weltcup-Saison ganz oben auf dem Podium zu stehen, zumal die „Canadian Rocket“ noch am Dienstag etwas enttäuscht über den fünften Platz gewesen war. „Vor zwei Tagen habe ich noch nicht das richtige Set-up für mein Equipment gehabt. Das hat sich heute geändert. Der alte Mann hat aus der Erfahrung gelernt. Es war heute einfach brillant, denn der Kurs, das Wetter, alles hat gepasst.“
Aufbauend auf seine 25ten Weltcup-Erfolg wird der zweifache Vater seine letzte Saison, in der er bis auf zehn Punkte (2.050) an den Weltcup-Führenden Benjamin Karl (AUT, 2.060) heranrückte, genießen. „Ab der nächsten Saison bin ich dann halb zurückgetreten. Ich werde sicher noch ein paar Rennen fahren, aber dann mehr zum Spaß.“
In den kommenden Jahren muss sich sein Team aber wohl kaum Gedanken machen, denn mit Matthew Morison, der vorgestern siegreich war, sich heute aber bei einem Sturz in der Qualifikation eine Fraktur des Unterarms zuzog und Michael Lambert, dem heutigen Zweiten, stehen aussichtsreiche Kandidaten auf die Nachfolge bereit. Doch vor allem für Lambert hat es lange gedauert, seine Qualitäten auch im Rennen umzusetzen. „Es waren schwarze Jahre für mich. Die Trainer haben zwar immer gesagt, bleib fokussiert, dann kommt alles von alleine. Aber ich war zu lange besessen von Ergebnissen. Dass es am Dienstag (6ter Platz) und heute endlich geklappt hat ist spitze. Mir ist eine Last von den Schultern gefallen und ich weiß jetzt, dass ich es kann“, so der 23-Jährige.
Das heutige PGS-Podium von Telluride:
Damen Herren
1. Alena Zavarzina (RUS) 1. Jasey Jay Anderson (CAN)
2. Marion Kreiner (AUT) 2. Michael Lambert
(CAN)
3. Ina Meschik (AUT) 3. Rok Flander (SLO)
4. Heidi Neururer (AUT) 4. Simon Schoch (SUI)
Die Schweizer konnten sich wie folgt platzieren:
Damen Herren
19. Julie Zogg 4. Simon Schoch
20. Patrizia Kummer 17. Marc Iselin
53. Fränzi Mägert-Kohli 22. Heinz Inniger
24. Roland Haldi
27. Nevin Galmarini
34. Kaspar Flütsch
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Alena Zawarzina auf ihrer Siegesfahrt.

Jasey Jay Anderson (CAN)








