Donnerstag, 9. Februar 2012, 16:17:09 Uhr
















10. Oktober 2009, 10:07

Amelie Kober und Benjamin Karl siegen im Auftaktrennen der Race-Boarder

Im ersten Parallel-Rennen der laufenden Saison des LG Snowboard FIS Weltcup haben sich heute in der SnowWorld Landgraaf die Favoriten durchgesetzt. Im einzigen Hallen-Wettbewerb des Winters sicherten sich Amelie Kober (GER) und Benjamin Karl (AUT) den Sieg im Parallel Slalom. Die Deutsche bezwang im Finale der Frauen die Gesamt Weltcup-Titelträgerin von 2009 Doris Günther (AUT). Deren Landsfrau Claudia Riegler hatte im Rennen um Platz drei gegen Johanna Shaw (AUS) die Nase vorn. Bei den Männern verwies der amtierende Weltmeister im Parallel Slalom aus Österreich den Franzosen Mathieu Bozzetto auf den zweiten Platz. Im kleinen Finale überquerte Jasey Jay Anderson (CAN) die Ziellinie vor Aaron March aus Italien, der sein bestes Weltcup-Ergebnis einfuhr.

Brüttisellen, 9.10.09 (mk) Beide siegreichen Snowboarder sind in der Skihalle SnowWorld, knapp hinter der deutsch-holländischen Grenze gelegen, keine Unbekannten. Während Benjamin Karl seinen Vorjahreserfolg wiederholen konnte, avanciert Amelie Kober mehr und mehr zu „Miss Landgraaf“. Nach 2006 und 2007 war es bereits der dritte Erfolg im „Kühlschrank“ des Weltcup-Zirkus, der aber laut der 21-Jährigen nur halb als ihr „Wohnzimmer“ bezeichnet werden kann: „Dazu ist es hier wohl ein bisschen zu kalt und ungemütlich. Aber grundsätzlich kann man das schon sagen.“

Allerdings hofft die Olympiazweite von 2006 trotz des Traumstarts in die Wettkampf-Winter, „dass es hoffentlich besser weitergeht, als in den Saisons, in denen ich auch hier gewonnen habe. Aber heute freue ich mich riesig, dass ich so gut an die letzte Saison anknüpfen konnte.“ Im Vorjahr hatte sie auf der Zielgeraden mit einer beeindruckenden Ruhe vier Siege in Folge und damit den ersten Weltcup-Titel unter Dach und Fach gebracht. Und genau so fuhr die Miesbacherin auch heute zum achten Weltcup-Sieg ihrer noch jungen Karriere, bei dem sie allerdings auch von einem Sturz ihrer Finalgegnerin profitierte. „Ich bin sehr zufrieden. Ich war den ganzen Tag über sehr ruhig und hatte ein gutes Gefühl.“

Trotz der Niederlage aufgrund eines Fahrfehlers zeigte sich auch Doris Günther hoch zufrieden mit ihrem Start in die Saison. „Es wäre wohl mehr drin gewesen, aber ich bin zu eng an das Tor heran gefahren“, so die Vorjahressiegerin, die sich aber eigentlich nicht besonders viel ausgerechnet hatte. „Ich bin verkühlt angereist, was für eine Skihalle nun mal keine guten Voraussetzungen sind. Deswegen bin ich happy mit dem zweiten Platz.“

Sonderlob für Bozzetto

Das war auch Mathieu Bozzetto, der nach einer mehr als einjährigen Wettkampfpause ein super Comeback feierte und sich erst im Finale Benjamin Karl geschlagen geben musste. „Ich bin so glücklich. Ich war heute sehr schnell unterwegs, habe aber leider dann im Finale die Konzentration verloren.“ Bis dahin war der 35-Jährige, der mit 35 Siegen die meisten Weltcup-Erfolge bis dato bei den Männern gesammelt hat, hervorragend unterwegs gewesen, was auch den späteren Sieger schwer beeindruckte.

Denn Benjamin Karl hatte den Franzosen genau beobachtet: „Ich wusste, dass ich mit meiner bisherigen Linie auf diesem Hang keine Chance haben würde. Deshalb habe ich seine fürs Finale übernommen und bin ebenfalls runder um die Tore gefahren. Das hat gut funktioniert. Ich muss mich also bei ihm bedanken.“ Zudem profitierte auch der Sieger bei den Männern von einem Fahrfehler seines Gegners, dem der 23-jährige Shootingstar des österreichischen Teams eine Woche vor seinem Geburtstag dennoch Respekt zollte: „Wie er nach so langer Zeit zurück kommt ist beeindruckend. Es ist zwar klar, dass er das Fahren nicht verlernt, aber das war schon stark. Er ist schon ein Vorbild für mich!“

Das PSL-Podium in Landgraaf

Damen Herren

1. Amelie Kober (GER) 1. Benjamin Karl (AUT)

2. Doris Günther (AUT) 2. Mathieu Bozzetto (FRA)

3. Claudia Riegler (AUT) 3. Jasey Jay Anderson (CAN)

4. Johanna Shaw (AUS) 4. Aaron March (ITA)



Die Schweizer konnten sich wie folgt platzieren:

Damen Herren

8. Fränzi Mägert-Kohli 5. Simon Schoch

15. Julie Zogg 19. Nevin Galmarini

27. Patrizia Kummer 23. Roland Haldi

32. Philipp Schoch

44. Corsin Heim

47. David van Wijnkoop

DSQ Marc Iselin

DNF Mario Ziegler



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