Home
Abendrennen Zürich Oerlikon
Boxen 2008
Golfmagazin
Inline Skating 2008
Red Bull Air Race 2008
Red Bull X-Fighters
Die Freizeitsportler vom Zürichsee
Kunstturnländerkampf Frauen in Uster
Drachenbootrennen Eglisau
Gästebuch
Impressum
Archiv 2006/2007
   
 

Alle Fotos Marcel und Andrea Krebs für Sportheute.ch


3.6.08mk. Sie verfügen über das bessere Material als die Profis - sind charmant und in den besten Jahren und sie geniessen die Fahrt auf der Radstrecke, wie die Endphase einer Weltmeisterschaft. Dass sind sie - die Freizeitsportler vom Zürichsee. Auch wenn sie die nächsten Tage einen "Schauderhaften" mitmachen, sich mit Blasen, geschwollenen Füssen, dem Wundlaufen der Sitzgegend und mit Magenproblemen durch die Woche quälen, ist für die neue Generation der Ironman  Frauen und Männer der Countown längst gestartet. Sie haben meistens eine gute Arbeitsstelle, viel Geld und können im Gegensatz zu den Profis auch mal auf einen Start verzichten. Das Wichtigste aber:" Sie sind die neuen Lieblinge des Publikums, dass im Moment zwar nicht mehr so in Schaaren am Strassenrand steht, doch um so mehr werden die Freizeitler angefeuert und bewundert. Wer solche Strapazen auf sich nimmt - der ist ein toller Hecht! Während die Frauen die dazu ihre stählernen Muskeln die sie sich in Monaten im Fitness-Studio angebaut haben wie Gazellen den Berg hinauf sprinten, hat es im Männerfeld ab und zu einer, der seine 7,2kg schwere Carbon-Kevlar Rennmaschine von Hand den Berg hinauf schiebt. Genau dies ist der Punkt, der das Publikum aber fasziniert. Und so werden in Zukunft die Organisatoren wohl kaum Rekrutierungsprobleme haben im Gegensatz zu den Kategorien der Elitesportlern und Profis, wo sich Jahr für Jahr die gleichen gegeneinander messen. Bei den Preisgeldjägern werden es aber kontinuierlich weniger und weniger. Der Ironman hat wie viele andere Extremsportarten momentan ein Image und ein Rekrutierungsproblem in den Spitzenfeldern. Die Damen und Herren mit dem dicken Portmonaie, könnten sie aber aus den Zwängen befreien und ihnen eine neue Plattform schaffen.

Material im Wert von weit über 20.000 Franken

Die Freizeitpedaleure verfügen heute über ein unglaubliches Materiallager. Da steht das Rennrad mit gut 10.000 Franken zu Buche und dazu zwei zusätzlich Ersatzradsätze die je nach Qualität auch noch um die 5-8000 Franken pro Satz zu haben sind, dazu Kleider, Schuhe, den Neopren zum schwimmen - das macht Summa, Summarum gut und gern 20.000 Franken und mehr. Der eigene Rennstall ist somit geboren. Als Betreuer fungieren meistens Freunde und Bekannte und wenn schon die eigene Familie da ist, so sind sie in Rekordzeit zum Mechaniker, Betreuer oder Begleitautofahrer ausgerüstet. Wer nicht an letzter Stelle den Berg hinaukommen will, tut sich gut daran, diese Feinheiten alle einzuplanen. Wer sich dies leisten kann, der kann mit Garantie für Aufsehen sorgen und ist sich des grossen Applauses entlang der Strecke gewiss. Im Ironman geht es in der heutigen Zeit ums Durchhalten, um die grosse Bestätigung und die Anerkennung auf der Rennstrecke beim Publikum. Dass tut auch gut - ein Grund mehr für die das Publikum auch in die Pedalen zu steigen. Hier gibts die Anerkennung, die die meisten im Beruf suchen und nicht mehr bekommen. Die Business Landschaft hat sich geändert - da beim Ironman ist alles seit Jahren beim alten geblieben. Hier gibts aber auch die kleinen und grosse Weh - Wehchen, die nicht unbedingt alle wollen. Sei dies im saftigen Starteld oder am geschundenen Knie.  Doch mit eiserner Miene, verzerrtem Gesicht und viel Geduld - kommt schlussendlich jeder im Ziel an.

Beim Ironman läuft der Verkehr anders!

Triathleten sind mutige Menschen. Wer mit 80Sachen den Berg hinunterrast (mit Gegenverkehr) und bergauf zu langsam ist und im Wiegetritt mühsam den Berg hochstrampelt, wird vom Postauto überholt oder von einem "verrückt-begeisterteten" Fan mitten auf der Strasse verfolgt! Obwohl die Verkehrsregeln gelten, werden diese meistens nicht eingehalten, wieso auch. Man muss froh sein, im dichten Gedränge sich irgendwie die Rampe empor quälen zu können. Es macht trotzdem Spass und vielleicht findet sich ja einmal eine Strecke, die gänzlich von Postautos und anderen Rennbehinderern frei ist. Unfälle sind selten. Es gibt sie praktisch nicht obwohl die rasende Fahrt zu Tal, vielfach mit dem Kopf auf den Lenker und den angewinkelten Armen mehr als Abenteuerlich aussieht. Akkrobatik und Action gehört einfach dazu. Wer als Triathlet auf die Strecke geht ist sich der Gefahren bewusst, wie er einer Giftschlange ja auch nicht einfach die Hand hinhält.


Hans - mach mal Platz die Ironmanpost kommt!

Begeisterung kennt keine Grenzen!

Es sind Männer - harte Männer!

Die Leistung die, die Freizeitathleten hinlegen ist gleichfalls phänomenal und verdient tatsächlich Begeisterung. Wenn auch manche der mitgereisten Betreuer manchmal auch wirklich die Begeisterung durchgeht. Um aber hier zu bestehen, braucht es für die Freizeitsportler hartes, regelmässiges Training in drei Disziplinen. Wer schwimmt schon einfach so fast zwei Kilometer und das noch am Stück? Wer pedalt 90km im 40ziger Schnitt und das mit Bergen? Wer rennt am Schluss noch einen Halbmarathon mit Blasen an den Füssen? - Dies sind die Männer - die harten Männer am Ironman - begeistert von ihrer Leistung und begeistert von der Sache überhaupt. Sie sind die wahren Winner des Ironman. Die grossen Sieger! Und dann soll noch einer sagen, es gäbe sie nicht:" Die Freizeitsportler vom Zürichsee!"