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Alle Fotos Marcel Krebs für Sportheute.ch


7.5.08mk. Spannende Wettkämpfe erlebte das Fachkundige Publikum zum Start der sechsten IG Rennbahn Oerlikon Saison auf dem Oerlikoner Zementoval. Herrliches Frühsommerwetter und gegen neunhundert Zuschauer, verfolgten die Radcracks oder tauschten Erlebnisse und Geschichten im Rennbahn Gartenrestaurant aus. Der "Dienstagabend gehört einfach dazu!" meint Peter, ein schon bald zum Inventar gehörender. Wer's ausprobiert hat, hier draussen in Oerlikon ist bald schon ein immer Wiederkehrender. Es pass einfach alles - Nostalgie, Spitzensport, Freunde und Plausch. Bestehen ohne die Freunde der IG könnte die Rennbahn schon lange nicht mehr. Wer putzt denn bw. Tagelang die über den Winter verdreckte Zementpiste? Häng die Fahnen auf, macht dies und das? Wohl niemand, wenn er nicht das Händchen hinhalten kann.  Und einen Stadionsprecher wie Alt Fernsehstar Willy Kym, den könnte man sich sowieso nie leisten. Alle machen mit - Gratis - für eine gute Sache, für schönen spannenden Bahnradsport. Für die Jugend - die Freude und das Publikum, dass diese Sportart immer noch liebt.  Nun ist die alte Dame in Oerlikon mittlerweile eingekeilt zwischen modernsten Mietshäusern, einem neuen supermodernen Hallenstadion und einem mit Stadtkrediten finanzierten Theater 11. Wenn im Hallenstadion berühmte Stars ihre Liedchen trällern, und im Theater 11 Dracula zubeisst, kreisen die Sechstagestars auf ihrem Zementoval um die Wette.




Bruno Risi ist der unbestrittene Sechstagekönig der Winterbahnen. Er der Sechstagesieg um Sechstagesieg aneinanderreiht, kommt zu jedem Rennen, wenn es sein Terminkalender zulässt. Auch gestern liess er es sich nicht nehmen um Punkte zu sprinten und Rundengewinne zu vollziehen. Es steckt dieses Jahr aber noch etwas anderes dahinter. Zusammen mit seinem Partner Franco Marvulli, peilt er das grösste Ziel seiner Karriere an. In Peking genau in 15 Wochen die Goldmedaille für die Schweiz zu holen. Die beiden Madisonstars mussten allerdings an den vergangenen Europameisterschaften in Manchester unten durch. Eine zu lange Wintersaison, wenig Ruhe und ein verletzter Marvulli, liessen den Sieg nicht zu. Um so motivierter scheinen die beiden Tausendsassa jetzt zu sein. Den Sieg im Punktefahren für Risi, zwei Siege im Mal- und im Ausscheidungsfahren für Marvulli - ist der Beweis, dass sich die beiden seriös auf das Ereignis ihrer Sportkarriere vorbereiten.


Bruno Risi  - der Sechstagekönig der Winterbahnen.



Immer mit einem Lächeln - Franco Marvulli - ein Star zum Anfassen!


Wer kennt sie nicht - die Männer hinter den Motoren. Im siebzig Stundenkilometertempo kreisen sie um die Bahn. Dass bei diesem Tempo eine hohe Belastung des austrainierten Körpers stattfindet ist wohl jedem klar. Wer Steherrennen fahren will muss eine aussergewöhnliche Ausdauer vermischt mit grosser Souplesse haben. Die Stehergilde ist Besonders. Besonders sind auch ihre Velos. Mit nach hinten gekrümmten Gabel, besonders hohen Rennrahmen mit geradem Rahmenbau und Sattelstabilisation, sitzen die tollkühnen Fahrer auf ihren schnellen Maschinen. Ausschlaggebend bei diesen Rennen ist natürlich auch der Steuermann (Motorradfahrer) . Der braucht viel Gefühl, wenn er einen Fahrer zum Sieg bringen will. Ein bisschen zu viel Gas, lässt den Athleten hinten von der Rolle gleiten und somit im vollen Fahrtwind pedalen. Die packenden Duelle die sich in den beiden Rennen die Besten lieferten, rissen die Zuschauer wie immer von den Sitzen und die Gartenwirtschaft ist bei den Steherrennen meistens leer.

Atzeni bedrängt von Jörg und Birrer

Giuseppe Atzeni musste sich gestern Abend gegen zwei starke Gegner wehren. In beiden Rennen wurde er abwechslungsweise von beiden Kontrahenden ständig attackiert, was für ihn zur Verteidigung seiner Spitzenposition viel Kraft kostete. Man muss ihm aber zu Gute halten, dass er als einziger Steherfahrer kurz vorher auch noch das Punktefahren absolviert hatte und glänzender vierter wurde. Beide Rennen lebten von diesen packenden Duellen der drei. Den Gesmatsieg holte sich schliesslich Peter Jörg.








Auch dieses Jahr sind sie wieder da - die Amazonen des Strassenrennsportes. Wenn auch zur Eröffnung noch nicht die grosse Masse an fraulichen Rennfahrerinnen nach Örlikon kam, so waren doch immerhin zwei nahmhafte Strassenfahrerinnen dabei. Bettina Kunz und Andrea Wolfer machten es ihren jungen Herren aus der Juniorenkategorie sehr schwer und liessen sich nicht einfach so in Grund und Boden fahren. Im Gegenteil - Frauenpower war angesagt und so zogen die beiden schnellen Frauen auf die Betonpiste um zu siegen. Die Eleganz, die Ästhetik und die Schönheit, die sich im Frauenradrennsport mit Maschine und Technik verbindet - ist das Salz und der Pfeffer auf den schnellen Pisten der Velodromes.












Ist Bruno Risi am Start, dann fehlt mit Bestimmtheit sein Betreuer und langjähriger Begleiter nicht. Geni Wipfli - die gute Seele des Sechstagestars betreute auch am gestrigen Abend die Urner Bahnrackete. Geni Wipfli ist zur Legende des Schweizer Radrennsportes geworden. Er zeigt auch, dass langjährige Betreuung zum grossen Erfolg führt. Zu schnell überwerfen sich heute junge Sportler mit ihren Betreuern, nur wenn sie mal ein Tief durchmachen müssen. Und meistens bleibt dann der Erfolg für immer aus. Fragt man Geni Wipfli, ob denn nie ein Tief dazwischen lag, dann lacht er nur - so viele Tiefs kann ich gar nicht zählen. Es kommt aber darauf an, dass man immer wieder gestärkt und mit neuem Mut daraus herauskommt und dies geht nur, wenn man zusammenhält und aneinander glaubt. Ich habe immer in jeder Sekunde an die Erfolge meiner Schützlinge geglaubt, da gab es nie Zweifel.


Auch sie sind seit Jahren ein Erfolgsgespann - die Gebrüder Atzeni aus Siebnen.


Beat Breu, das Idol Tausender ist noch nicht in Topform. "Ich habe nur die Hälfte an Kilometern in den Beinen, die meine Konkurrenten haben." meinte Breu. Die Form kommt aber und bald schon wird es besser gehen. Erstaunlich war, dass Beat Breu bereits im zweiten Lauf anständig mithalten konnte, obwohl das Tempo enorm hoch war.