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Aus Frenkendorf berichten Marcel und Andrea Krebs für Sportheute.ch Alle Fotos für Sportheute.ch

Ein echte Schweizermeisterschaft

Die diesjährigen Schweizermeisterschaften im Radquer brachten die Überraschungen, die es an solchen Wettkämpfen immer wieder gibt. Einzig, Radrakete Heule vermochte in souveräner Manier seinen Titel zu verteidigen und holt nun schon insgesamt seinen vierten Meistertitel. Bei den Elite Damen gab es eine Faustdicke Überaschung. Die Seriensiegerin der zu Ende gegangenen Saison Katrin Leumann, konnte ihren Titel nicht verteidigen und verlor ihn an die in der ersten Elitesaison stehende Jasmin Achermann. "Endlich konnte ich zeigen was ich kann!" So Achermann. "Ich war noch diese Woche krank, hatte Fieber und glaubte schon, dass ein weiteres Rennen mit viel Pech folgt. Gegen das Wochenende ging es mir aber viel besser und auf einmal hatte ich gute Beine. Heute kam mir aber der schwere Boden zu Gute." Jasmin Achermann hatte Tränen in den Augen, als sie dass sagte. Sie war überglücklich endlich die grosse Rivalin Leumann zu schlagen.

Die diesjährigen Schweizermeisterschaften standen unter dem Motto:" Dreck und Schlamm" - doch sie zeigten sich als eine der besten organisierten Meisterschaften der letzten Jahre. Marcel Erdin der O.K Präsident der in Frenkendorf 30mal in dieser Funktion im Einsatz stand strahlte dann auch übers ganze Gesicht. "Wetzikon muss nächtes Jahr einiges zulegen, wollen sie diese Meisterschaften überbieten. " Meinten viele Rennfahrer und Zuschauer mit Schmunzeln."  Sie wollen offensichtlich nächstes Jahr einen Denkwürdigen  - sozusagen einen Neuanfang der Superlative. Anlass. Dass die Fasnacht im Baselbiet schon Einzug gehalten hat, zeigte sich im Handling der Swiss Cycling, die schlicht vergass die Medaillen mit nach Frenkendorf zu nehmen.


Prof./Elite v.l. Thomas Frischknecht 2. - Christian Heule SM - Luckas Flückiger 3.

V.L. Katrin Leuman 2. Neue Schweizermeisterin Jasmin Achermann - Alexandra Bähler 3.

U23 Julien Taramarcaz 2. René Lang Neuer Schweizer Meister Guillaume Dessibourg 3.


Ein schnelles Elite Rennen mit prominentem Ausfall

Das Eliterennen zeichnete sich durch Schnelligkeit auch im Morast aus. Der beste Läufer hat gewonnen. Christian Heule distanzierte Frischknecht regelmässig in den Laufpartien, diese Meter konnte Frischi jeweils nur unter grösstem Wagniss bei Abfahrten wieder einigermassen wettmachen. Doch in der vierten Runde sprintete Heule dermassen auf seinen Füssen den Berg hinauf, dass er auf nur 50 Metern Frischi entscheidend distanzieren konnte. Der Mitfavorit und MTB Fahrer Florian Vogel konnte seine hohen Ansprüche nicht umsetzen und verlor schon in der zweiten Runde den Kontakt mit der Spitze, was ihn bewog an dritter Stelle auszusteigen und den Weg zur Dusche zu nehmen. Es zeigte sich wieder einmal, dass Radquerrennen keine MTB Rennen sind, sie sind um einiges härter, brauchen extrem Soupless und eine noch schnellere Erholungszeit. So bleibt der Titel weiter in der Radquerszene.

( Bild links Heule hat Frischi abgehängt - Blick zurück und dann in die Pedalen )

Heule mit der Keule

Es muss sehr demoralisierend sein, wenn einer rennt und du siehst ihn entschwinden - auf wenigen Metern einfach so davorennen. Heule merkte bald, dass es auf dieser Strecke äusserst schwierig war grosse Risiken in den Abfahrten einzugehen. So merkete er bald, dass Frischi in den Laufpartien grosse Mühe hatte. Zeitmässig lief da Frischknecht nicht mit den Besten mit. So attakierte Heule in der vierten Runde so brutal, dass dem Zürisee MTB Star Frischknecht, wortwörtlich die Luft ausging.  Die abschliessenden Runden drehte dann Heule alleine. "Trozdem sagte er:" Einen Frischknecht im Rücken zu haben, ist etwas dass ich nicht mag. Du weisst nie, ob der aufeinmal nochmals aufdreht und dich bis zum Umfallen jagt. Darum bin ich die letzten beiden Runden voll gefahren, dass hat wahrscheinlich auch die relativ grosse Zeitdifferenz zwischen mir und Frischi dann ausgemacht."


Auf diesem Teilstück spielte Heule seine Trümpfe!

Die Entscheidung - Heule rennt davon - wie auf Flügeln!

Heule der kompletteste Fahrer

Christian Heule hat an diesen Meisterschaften seine vielseitigen Eigenschaften ausgespielt. Dabei hat er auch gezeigt, dass er der kompletteste Fahrer im Feld ist. Schade das Zimi Zahner nicht am Start war, aber die Krankheit die Zahner schon Wochen mit sich herumschleppt, scheint schlimmer zu sein, als zunächst befürchtet. Um auf das Rennen zurück zu kommen meint der Trainer: " Im Radquer gehören neben der nötigen Fitness eben auch die nötigen mentalen Überzeugungen dazu. Das Wie - Wann und Wo und, wie verbrauche ich möglichstg wenig Kräfte. So hat Heule gerade in den ersten Runden unheimlich solcher Kräfte gespart, als Frischi auf Biegen und Brechen fuhr und Heule distanzieren wollte. So war es für Heule lediglich eine zu lösende Aufgabe und abzuwarten , wann und wo er angreifen wollte. Dass es dann im Aufstieg soweit war, hat Heule zum Schluss folgender massen erklärtt: "Ich merkte, dass sich in den Laufpartien immer ein Loch ergab ohne dass ich forciert hätte. So trat ich dann in der vierten Runde mal richtig rein und lief im Höllentempo die kurze Rampe hoch, so stellte ich den Vorsprung her, konnte ohne viel Risiko die gefährliche Abfahrt nehmen und nachher bis zum Schluss voll reintreten. Dass es dann doch über 36 Sekunden werden würden, dass hätte ich nicht gedacht." Ich war mir aber ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht so richtig sicher, dass der Vorsprung reichen würde.

Ein Mountainbiker auf dem Podest!

Ausgerechnet der, dem man am heutigen Tag von den Favoriten die schlechtesten Karten gab, fuhr aufs Podest. Lukas Flückiger der MTB Profi hatte am Sonntag einen Supertag. Am Anfang machte ihm noch das schnelle Tempo auf dem morastigen Gelände zu schaffen, doch je länger das Rennen lief, je besser kam er in Fahrt. Dass es dann sogar zur Bronzenen reichte, freute Flückiger sehr. "Das ist super!" meinte der MTBler aus dem Athleticum Team. Flückiger hat wie viele seiner MTB Kollegen, die Quersaison teilweise bestritten und nun der Rest dieser Rennen zum Aufbauprogramm für die neue MTB Saison genützt. Dass es gleich so einschlug - wer hätte das gedacht.

Breu erstmals wieder in der Elite

Beat Breu startete erstmals wieder seit seinem Comback in Fehraltdorf und der Versetzung ins B wieder in der Elite. Die nötigen Punkte hatte er durch gute Leistungen gesammelt. Für ihn war aber das Terrain nicht geeignet. Er hatte von allem Anfang an mit dem höllischen Tempo der Jungmannschaft zu kämpfen. Sein 21. Platz ist aber dennoch respektabel. Breu verlor allerdings eine Runde auf den Sieger. Dass hier oben ein anderer Wind weht, musste der Appenzeller zum Zweitenmal feststellen. Mit der Saison darf Breu zufrieden sein. Ob er sich allerdings bis nächstes Jahr nochmals steigern kann bleibt offen, zu wünschen und gönnen wäre ihm wieder einen Platz unter den ersten zehn.



Beat Breu startete im Elitefeld!
Und überall hörte man... Hopp Breu!

Er kennt den Giro, die Tour de France und die Spanienrundfahrt - Strassenprofi und Sieger von Dagmersellen Alexandre Moos - mit einem guten sechsten Platz bestätigte er sein gutes Abschneiden an den Radquers. Moos ist kein Schlammkraxler. Er trug es aber mit Humor.

Die Überaschung vom Tag! Lukas Flückiger der MTBler!