Die Reportageseiten
Cycling 2008
Die Reportagen 2007
Zürcher Silvesterlauf 07
SM AEROBIC AARAU 1
American Football 2007
Berglaufsport 2007
Kreuzegg Classic
Sky Race Poschiavo
Sierre-Zinal 1
Cycling 2007
MTB 2007
Radquer Saison 07/08
Radquer Schweizer Meisterschaften 08
Flüger Radquer 08
Radquer Dagmersellen
Radquer Dagmersellen 2
Radquer Dagmersellen 3
Radquer Meilen 07
Radquer Wetzikon 9.12.07
Radquer Uster 07
Radquer Steinmauer
Kurzbericht Quer-EM 07
Radquer Europameisterschaften 07
Radquer Europameisterschaften-2
Radquer Europameisterschaften-3
Radquer National Hittnau 07
Radquer 2007
Handball 2007
Marathon Reportagen 2007
Frauenfelder
Lucerne Marathon 2007
LGT MARATHON 2007
Zermatt Marathon 2007
Swiss Alpin Marathon 2007
Schwingfeste 2007
Frauenschwingen
Inline Weltcup 2007
Triathlon 2007
Ironman Zürich 2007
Tanzen GOC 2007
SAMBA-FREIHEIT-KASATSCHOK
Wintersport
Impressum
Gästebuch
ARCHIV 2006
   
 



Radquersport wie man sich ihn wünscht -  Dramatik - Action und Leiden!

26.12.07.Dagmersellen/mk. Das wohl spektaktulärste Radquer der laufenden Quersaison, ist am zweiten Weihnachtstag in Dagmersellen ausgetragen worden. Vor einer imposanten Zuschauerkulisse längs der Strecke und einer atemberaubenden Abfahrt, hat das Radquer Herz in Dagmersellen alles erfahren dürfen, was es glücklich macht. Wenn auch am Schluss des Profi Rennens eine Jury Entscheidung über Sieg und Niederlage entscheiden musste, war heute doch wirklich Pfeffer in der Suppe! Der Schlussspurt zwischen Thomas Frischknecht und Alexandre Moos endete dann schliesslich am grünen Tisch für Alexandre. Er wurde ganz offensichtlich vom Feldbacher Frischknecht regelrecht von der Strasse gedrängt und fast in die Zuschauer geschupst. So wurde aus dem fünften Sieg Frischis in Dagmersellen nichts. Für den sympatischen Walliser allerdings, kann dieser Sieg die Welt von Morgen bedeuten, er ist nach einer langen Durststrecke, wieder auf die Siegesstrasse zurückgekehrt.

Ein tolles, animiertes und spannendes Eliterennen

Die Profis und Elitefahrer lieferten sich ein ungemein animiertes Rennen. Von Anfang an kämpften die Favoriten mit allem, was ihnen an Kräften zur Verfügung stand um die Positionen. Dabei waren heute wirklich Allrounder des Radquersportes gefragt. Strassenfahrer wie auch Bergkraklser und Abfahrts Akrobaten - wer diese Eigenschaften nicht mit sich trug, fand sich heute weit hinten in der Rangliste wieder. Florian Vogel - der Pechvogel, war einer der grossen Animatoren des Rennens. Er diktierte lange Zeit das Renngeschehen mit seinem gewohnten Überblick. Sein Sieg schien auch keine Frage mehr zu sein, als er kurz vor dem Ziel stürzte und so aus den Spitzenpositionen flog. Vogel ist aber ein sehr, sehr ausgeglichener Radquerfahrer mit viel Geschick und einer Steuerkunst, die kaum zu überbieten ist. Immer wieder versuchte er zusammen mit seinem Teamkammeraden Frischi, das Führungsquartett zu sprengen. Einmal Anfangs der achten Runde, wäre dies fast gelungen, doch Moos liess sich nicht übertölpeln und konterte prompt, was zu einer totalen zersplitterung der Gruppe und der dahinter liegenden Fahrer mit sich trug.

Den Sieg nicht geschenkt bekommen

Alexandre Moos hat den Sieg nicht geschenkt bekommen. Er fuhr ein sehr animiertes und angriffiges Rennen, hatte auch böse Momente im letzten Aufstieg zu überstehen, wo er zweimal abgehängt wurde und erst wieder aufschliessen musste. Seine Ruhe und seine Cleverness bewahrten den Walliser allerdings vor allzu grossen Verlust.


Alexandre Moos kämpft auf dem letzten Zacken um den Anschluss - meisterte aber die Situation souverän.






Im Quartett nahmen die Spitzenfahrer die letzte Runde in Angriff. Die beiden Teamkollegen Vogel und Frischknecht versuchten weiterhin unaufhörlich Moos und Lang abzuhängen. Doch so wie in der sechsten Runde, als Frischi mit fast 10 Sekunden Vorsprung vorausfuhr, gelang es den beiden nicht mehr. So schossen sie gemeinsam in die Abfahrt, und taten nichts mehr, dass ihnen als hohes Risiko zum Verhängnis werden konnte. Für Vogel war es dennoch zuviel und er stürzte in der wichtigen Entscheidung. So zogen Frischi, Moos und Lang alleine gege das Ziel los. Lang vermochte allerdings zum Schluss nicht mehr den beiden anzuhängen. Frischknecht zog auf der Zielgeraden den Spurt an, Moos konterte und Frischknecht drückte den Walliser immer mehr zum Strassenrand. Um Haaresbreite gewann der Feldbacher, der seine letzte Radquersaison bestreitet. Doch Moos legte noch auf dem Zielband Protest ein und wiederholte den sofort beim UCI Kommissär, der die Jury zur Sondersitzung einberief. Die Entscheidung wurde mit den beiden Fahrern, einem Video, dem Zielfilm und den Diskussionen zwischen den Beteiligten fair zu Gunsten von Moos entschieden. Einen leichten bitteren Geschmack hatte das Ganze dann bei der Siegerehrung, als Moos Frischi die Hand geben wollte und Frischknecht diese abwies, wunderten sich viele, Thomas Frischknecht galt bis dahin als äusserst fairer Sportler. Auf der einen Seite verständlich, doch auf der anderen Seite, hätte man vom bekannten fairen Sportsmann Frischknecht mehr erwartet.










Die knappe Spurtentscheidung ging erst an Frischknecht, doch nach Konsultation des Zielfilmes und des Videos eindeutig an Moos. Auf den Bildern sieht man eindeutig wie Thomas Frischknecht - Alexandre Moos immer mehr nach links abdrängt und so Moos gegen Schluss vollkommen aus dem Gleichgewicht bringt.



Dort, ja links hat er mich abgedrängt!Beratung und Entscheidung!


Nach dem Entscheid
Ein ratloser und enttäuschter Thomas Frischknecht


Einer ist nicht zufrieden!

Der glückliche Sieger mit dem glücklichen Dritten Pirmin Lang!

Die Resultate

1. Alexandre Moos 59.59,5
2. Thomas Frischknecht gleiche Zeit
3. Pirmin Lang 8,7 sek. Rückstand
4. Florian Vogel 19,4 Sek. Rückstand
5. Martin Gujyn 1:47,2 zurück



Pirmin Lang wird langsam zum Favoritenschreck