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Alle Bilder Marcel & Andrea Krebs für Sportheute.ch


9.12.07Marcel Krebs. Das Wetziker Radquer hat Tradition, und dies schon seit vielen Jahrzehnten. Das internationale Rennen erfüllt auch alle Kriterien, was bei einem  Querrennen für höchste Ansprüche gilt. Und auch diesmal haben sich die Organisatoren nicht gescheut einen Anlass erster Güte auf die Beine zu stellen. Dass das Wetter dann wieder einmal für eine echte Schlammschlacht gesorgt hat, mag die einen erfreut haben, die anderen hätten wahrscheinlich lieber Sonnenschein und harten Boden vorgefunden. Doch für Action und Attraktion war heute mehr Platz. Tiefer konnte der Boden nicht sein. Wer nicht mit einem mindest Speed durch die tiefen Wege fuhr, der blieb regelrecht stecken und das meistens im wortwörtlichen Sinne, wenn auch der Sturz kopfüber in den Morast an der Tagesordnung war. Man darf zweifelslos wieder einmal behaupten, das Wetziker Radquer war das schönste der Saison.

Jetzt ist Schluss!

Für Einen war es nach 29 Austragungen auch das letzte. Er ist einer der verdiensteten Menschen, die die Schweizer Radsportgeschichte kennt. Mit ihm geht ein Stück Radquersport, mit ihm geht ein grosser Hauch internationalen Geschehens und mit ihm geht ein grosser Mann, der in den Jahren Hunderttausenden Freude, Weltmeister und das schönste von diesem Sport nach Wetzikon gebracht hat. Heinrich Heusser, der Velo-Verrückte Landwirt aus Wetzikon, wird uns allen, die mit dem Radsport in Verbindung sind, in Erinnerung bleiben und vor allem fehlen.


Achtung - Fertig - Los.......

Die Karawanne zieht weiter.....


Ohne Rennwagen - dafür mit viel Charme

Er kam mit seinem Mercedes und ohne Formel 1 Wagen. Peter Sauber gilt in der Formel 1 Welt als kompetenter Fachmann, fairer Geschäftsmann und Peter Sauber bleibt wohl der Einzige, der in der Schweiz ein schlagkräftiges Autorennteam auf die Beine gestellt hat. Noch vor einem Jahr, musste Sauber von Termin zu Termin hetzen, denn der Formel 1 Zirkus forderte immer seine Präsenz und zudem lebte Sauber für sein Team, für seine Rennfahrer und seine Rennwagen. Er war massgeblich am Fortschritt in technischer Hinsicht im Buisness beteiligt und selbst die Herren aus Marinello, kauften in Hinwil ihre Ersatzteile für die Ferraris ein. Sauber entwickelte mit seiner Crew und seinem hochtechnorisierten Prüfstand und Labor in Hinwil viele unschlagbare Bestandteile für den Zirkus. Dieser Peter Sauber konnte sich endlich nach mindestens zehn Anfragen endlich die Zeit nehmen um am Wetziker Radquer, den Ehrenstarter zu spielen. Dies tat nicht nur dem Radquer gut, sein Strahlelächeln steckte förmlich an und so konnte auch der grau verhangene Regenhimmel der Veranstaltung nicht viel anhaben.



Die spannende Radquer Show von Wetzikon

Was heute die Radstars dem Publikum zeigten, war Wettkampfsport auf höchstem Level. Dabei schenkten sich die Besten einander nichts. Wer eine Gelegenheit sah, weg zu kommen, der nützte diese Chance erbarmungslos aus. So auch der französische Super Radstar Francis Mourey. Er, der schon in Steinmaur gewonnen hat, scheint Schweizer Boden zu mögen. Jedenfalls fuhr er mit so einem Power die Runden, dass einfach niemand mehr mitkam. "Ich sah, dass bis zur dritten Runde immer wieder Angriffe von der Spitzengruppe gefahren wurden und ich mich nicht gross anstrengen musste mitzukommen, So probierte ich dann gleich nach einem solchen Angriff meine Taktik aus. Ich fuhr einfach zu und.....im Nu hatte ich zwanzig, dreissig Meter zwischen mich und der Heule Gruppe gelegt. So baute ich meinen Vorsprung aus. Wenn ich auch gestehen muss, zwischendurch mal so voll reingetreten zu haben, dass ich für einen Moment im roten Bereich fuhr. Dies brachte mir die entscheidenden Meter." So Francis Mourey.

Streckenführung der allerersten Güte

Das internationale Wetziker Radquer besticht neben seiner Organisation auch mit einer grosszügigen und dennoch spannend angelegten Strecke, wo der Zuschauer auf relativ engem Raum viel sehen kann. Wetzikon ist mit dieser Art der Streckenführung international ebenfalls auf höchstem Niveau und viele Veranstalter in der Schweiz täten gut daran, die Streckenpläne der Zürcher Oberländer zu studieren. Will man den Radquersport wieder beliebter machen, können nur solche Streckenabschnitte dazu beitragen.

Radquersport in Wetzikon In- und trotzdem Radquersport wohin?

Auch wenn im Zürcher Oberland vieles glänzte, darf dazu gleich nicht vergessen werden, dass auch der Radquersport ein grosses Problem hat. Zuschauerschwund, mindestens in der Schweiz ist kein Nachwuchs für Spitzenplätze in Sicht, die "Alten" Heule, fahren vielleicht noch 1-2 Jahre und der jüngere der international mithalten kann, Simi Zahner wird wenn ihm nicht bald bessere Möglichkeiten geboten werden, sein Rennrad gegen eine Motocrossmaschine oder ein Segelboot eintausen. Verbandsmässig schauen wir mit tränenden Augen auf die Aera Zweifel, Frischknecht, Saladin, Lienhard etc. und halten Ausschau nach einem wirklichen Boss, wie es der Volketswiler Schornsteinfeger Bruno Wallisser war. Traditionen und Nostalgie leben im Radquersport vielleicht wieder einmal auf, auch wenn die Moderne selbstverständlich nicht fehlen darf. Dazu braucht es aber wirkliche Macher, Macher aus Fleisch und Blut, Macher die ihr Handwerk verstehen und die nötigen Beziehungen zur Wirtschaft vorweisen können. Sonst, wird der Radquersport in wenigen Jahren zur absoluten Randsportart abgestempelt werden. Neue Sportarten stehen bereits an der Tür, um die begehrten Plätze bei Swiss Olympic einzunehmen. Neue Macher hat es mit den nimmermüden Chrampfer Seelis, dem jungen Schätti und vielen anderen zu Genüge. Was der Radquersport braucht ist ein Führer, so wie es eben die Alten waren und ein weitsichtiger, grosszüger Mann wie Albert Heusser, der international angesehene Landwirt es war. Adieu haben sie alle gesagt, wünschen wir uns, dass bald eine wirkliche Perönlichkeit, die Türen in neue Radquerwelten öffnet.


Da gab Mourey das Erstemal Gas um zu testen!

Radquersport hat seinen ganz bestimmten Reiz!

"Ich fuhr auch eine Zeitlang im roten Bereich" Francis Morey

Heule konnte nicht folgen  -  "Ich erwischte einen schwarzen Tag!"

Christian Heule hatte heute mehrmals Mühe, dem hohen Anfangstempo standzuhalten, dass er selber vorlegte. Mit seinem Blitzstart auf der Leichtathletikbahn von Wetzikon brachte er sich selbst in Schwierigkeiten. Immer wieder liess Heule abreissen, so musste er in den beiden ersten Runden ständig "Löcher" flicken, dass kostete Kraft und Nerven.  "Mir lief es die ganze Woche nicht besonders. Am Donnerstag war ich noch an einem Rennen in Spanien. Und heute hatte ich einfach schwere Beine." So Heule. Er bot aber trotzdem eine super Vorstellung, ein Vorbild für den Nachwuchs, dem erz gezeigt hat, dass man für Erfolg kämpfen muss. Am Schluss war denn Heule auch mit seiner Leistung und seinem Rang zufrieden. Christian Heule ist und bleibt leider im Moment der einzige Schweizer, der auf hohem Niveau mit der internationalen Konkurrenz mithalten kann.


Er musste Leiden, kämpfte aber bis zum Umfallen und fuhr auf den stolzen dritten Rang!

Ich hatte einfach zu wenig Kraft um mit Mourey mitzuziehen - Christian Heule

Der Zweitplatzierte Bart Aernots



Francis Mourey gehört wohl zum Teil der heissen WM Favoriten!

Was da wohl Mourey und Heule diskutieren? Hast Du auch ein Velo mit Motor?......

Die Sieger von Wetzikon v.l. Bart Aernouts (Holland)  - Francis Mourey(Frankreich)  - Christian Heule (Schweiz)

Die Resultate

1. Francis Mourey Frankreich 0:56_52,2 - 2. Bart Aernouts 30,8 Sek. zurück - 3. Christian Heule 1:10,3 zurück - 4. David Derepas 1:24,4 zurück - 5. Steve Chainel 1:34,1 zurück 6. Alexandre Moos 1:37,1 zurück - 7. Lukas Kloucek Tschechien 1:40,7 zurück - 8. Milan Barenyi 1;50,2 zurück - 9. Marek Cichosz 2.00,7 zurück - 10. Maarten Mijland 2:09,4 zurück