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Alle Fotos Andrea Derungs,Andrea und Marcel Krebs für Sportheute.ch




Frauenfeld, 18.11.07.mk - Der Frauenfelder Militärwettmarsch gilt als Higlight der Wettkampfsaison, nur schon deshalb, weil der Wettmarsch über die klassische Marathondistanz von 42,195 km geht. Der diesjährige Frauenfelder stellte aber an die über zweihundert Wehrmänner und Wehrfrauen harte klimatische Anforderungen, lag doch das Thermometer im Startgelände bei Minusgraden. Doch das vermochte den knallharten Männern und Frauen nicht viel auszumachen, legten sie doch gleich von allem Anfang an richtig los. Der Streckenverlauf zeigte den Läufern schon bald die Schönheiten des Thurgauer Landes in allen Grössen und Vorzügen hautnah. Was gibt es schöneres, als durch die mit erstem Schnee beschneite Winterlandschaft zu laufen oder die Spätherbstwälder zu durchqueren, wo letzte Blätter von den Bäumen herunterfallen? Der Frauenfelder Militärmarathon hat das den Teilnehmern mit bestem thurgauer Charme zurückgegeben, für die Anstrengungen, die sie am sonntäglichen Morgen an sportlicher Hochleistung erbracht haben. Der Frauenfelder hat in seiner bald fünfundziebzig Jährigen Geschichte nichts von seinem Glanz verloren, im Gegenteil, der Frauenfelder ist ein grosses Statussymbol geblieben, ein Marathon und ein militärischer Hochleistungswettkampf für Athleten, die die Qualen einer solchen harten Rennstrecke auf sich nehmen wollen. Wenn auch im Moment die militärischen Teilnehmerzahlen auch schon bessere Tage gesehen haben, hat diese Grossveranstaltung nicht nur Geschichte geschrieben, sie wird auch in Zukunft noch viel Geschichte schreiben.( Bild Frauenfelder Sieger 2007 und Schweizermeister Patrick Wieser)


Patrick Wieser (rechts auf dem Bild) und Marc Berger (links) die beiden jungen Offiziere, schrieben die diesjährige Frauenfelder Laufgeschichte. Die beiden Freunde liefen ein überlegenes grossartiges Rennen. Bis zum Wendepunkt teilten sie sich die Führungsarbeit und blieben zusammen. Die Attacken ritten sie später gegeneinander. Wieser und Berger demonstrierten in vorbildlicher Weise, was Kameradschaft und Leistungssport einander geben können. Sie erhielten auch beim Wendepunkt tosenden Applaus für ihre faire, kameradschaftliche Geste. Die ausländischen militärischen Ehrengäste staunten nicht schlecht, was ihnen da im kalten Wil an hochdotiertem Leistungssport präsentiert wurde. Den beiden laufenden Offizieren der Schweizer Armee, war jedenfalls grosse Bewunderung zugegen. Als Freunde trainieren sie zusammen und haben in der laufenden Saison schon machen Fight gegeneinander ausgetragen. Zuletzt schrieben sie sich als Sieger des Schwarzwald Halbmarathons, ins goldene Buch dieser Veranstaltung ein. Laufen können sie, die beiden jungen Burschen. Sieger allerdings, kann immer nur einer werden. Damit haben sie aber keine Probleme, wie sie sagen, "Sport ist Sport und irgendwann willst du es einfach wissen, wer jetzt noch einen drauf geben kann, " meint Wieser.

Musikalische Motiviation am Streckenrand!









So gib mal her......



"Da war die Welt noch in Ordnung!" - Zwei Freunde auf dem Weg aufs Siegespodest.

Die Entscheidung - auch Freunde streiten um den Sieg!

Wer glaubte, dass da so gemütlich dahin gejoggt wird, der musste sich eines besseren belehren lassen. Nach dem Böllerschuss auf dem Frauenfelder  Marktplatz, ging es gleich heftig zur Sache. Die Favoriten liefen von allem Anfang an ein höllisches Tempo. So war die Schar schon nach einigen hundert Metern weit in die Länge gezogen. Marc Berger bestimmte das Tempo im Feld und auf den hinteren Rängen, wurde schon kräftig geschnaupt. Erstaunlich wie die Thurgauer Bevölkerung zu ihrem "Frauenfelder " hält. Tausende bevölkerten wieder den Streckenrand und feuerten die Läufer an.
Berger und Wieser setzten sich aber schon bald von allen übrigen Konkurrenten ab und liefen ein einsames Rennen. "Das ist es natürlich sehr schwierig eine gute Zeit zu laufen", meinte der Sieger Patrick Wieser später im Ziel. "Wenn Du keine Konkurrenz hast und Niemanden der Dich zum Äussersten treibt, läufst du da irgendwie einen Sicherheitsrythmus. - Das gibt aber längst keine Bestmarke." - Dennoch, die beiden Führenden legten ein beachtliches Tempo vor. Sie liefen allerdings bis zur Streckenhälfte zusammen und lösten sich gegenseitig in der Führungsarbeit ab.

Die Entscheidung bei Kilometer 30!

Kilometer Dreissig war heute der Entscheidungspunkt, wo Wieser zum Erstenmal so richtig loslegte. "Ich sagte noch Marc, komm...., merkte aber sogleich, dass sich Marc bereits im roten Bereich befand. So schraubte ich das forcierte Tempo noch ein bisschen höher und hatte bald ein paar Meter zwischen mir und Marc. So lief ich weiter und konnte meinen Freund nach und nach distanzieren. Den grössten Teil der über sechs Minuten Vorsprung holte ich allerdings dann erst auf den letzten fünf Kilometern.
(Bild - die Entscheidung! Marc Berger muss abreissen lassen)-(Bild aus 1 Kilometer Entfernung)







Ausländische Gäste aus Deutschland und Oesterreich.

Die jungen laufen mit Hightech Ausrüstung - Heini Hasler in der, der Fünziger!

Er gilt als einer der Wenigen, wenn nicht als Einziger, der immer noch in alter Montour jeden Militärwettmarsch bestreitet und das mit sogenannten "Nagelschuhen" altem Rucksack und dessen Zubehör. Der 60-jährige Heini Hasler aus St.Margrethen TG macht das aus Spass und Freude zur Sache. Dass sieht man ihm auch an. Und, zum Erstaunen Vieler - fertig lief und dass in einer Zeit von 6:20.13,3. Diese Rekordverdächtige Leistung des Rheintalers verdient höchste Anerkennung. Die Freude zum Sport und damit mit Sport, ist eines der schönsten Freizeitvergnügen, dass man sich vorstellen kann. So jedenfalls tönt es einstimmig in den Kaserenenräumen am Ziel. Für jeden, auch wenn er in den hinteren Regionen läuft, ist der Frauenfelder Waffenlauf jedesmal eine grosse Herausforderung an sich, seinen Körper und seinen Geist. "Für viele Monate hält mich das wieder Fit, am Leben und gibt mir Kraft und Energie." So ein Teilnehmer des legendären Laufes.

Am Wendepunkt?

Einige Waffenläufe machen dicht, doch man könnte fast meinen zu früh. Wenn auch bis zum heutigen Zeitpunkt die Teilnehmerzahlen stark zurück gegangen sind, so ist am Horizont ein kleines Licht zu sehen. Es könnte schnell wieder grösser werden, aber dazu braucht es die Anstgrengung aller. Der Wille ist da, jetzt müssen nur noch die jungen Läufer her. Die beiden grossen Vorbilder der momentanen Waffenlaufszene Patrick Wieser und Marc Berger haben viel für diese tolle Sportart getan, der verdiente Lohn dafür wäre bestimmt eine neue Rekordbeteiligung und junge neue Soldaten am nächsten Lauf, Nachwuchs, ja das wär's und damit wieder mehr hochdotierte Laufduelle um den Tagessieg!


Die Entscheidung war gefallen. Berger konnte das Tempoforcing seines Kameraden nicht mehr halten. So lief der Aadorfer Oberleutnant einem ungefährdeten Tagessieg entgegen. So auf den letzten fünf Kilometern hat er richtig aufgedreht und ein beherztes Rennen gezeigt. Patrick Wieser ist momentan der Beste. Konkurrenten die ihm den Sieg streitig machen hat er wenige oder besser gesagt fast keine. Patrick Wieser findet dass aber sehr schade. "Lieber würde ich gegen eine grosse harte Konkurrenz laufen", sagt er am Ziel.So ist es immer schwer auch eine ansprechende Zeit zu laufen.


Patrick Wieser Schweizermeister Waffenlauf 2007











Da habe ich nochmals zugelegt!

Nach dem Wiedlisbacher, dem Wohlener, dem Fricktaler und dem Thuner, gewinnt der 26jährige Aadrofer Patrick Wieser auch den Waffenlauf Marathoner, den Frauenfelder in überlegener Manier. Im Ziel sind es über sechs Minuten, die er seinem Freund und Kameraden Marc Berger aus Fribourg abgenommen hat. Wieser lief ein excellentes Rennen und liess in der Schlussphase keine Zweifel offen, wer der Stern am Schweizer Waffenlaufhimmel ist. Was aber noch dazu kommt ist, dass alle Erstplazierten eine unglaubliche faire sportliche Haltung einnehmen und jeden, auch wenn er in den hinteren Rängen plaziert ist bewundern. Sie sind es schlussendlich, die uns immer wieder motivieren weiter zu machen und an die Zukunft des Waffenlaufsportes zu glauben. Wir sind überzeugt, es gibt ein Weiter, es wird wieder eine neue starke Waffenlaufgeneration geben.



Sie schrieben die diesjährige Frauenfelder Waffenlaufgeschichte. v.l. Marc Berger 2., Patrick Wieser Sieger, und Bruno Hasler Rickenbach der Dritte.




Wer sich so freuen kann -
der liebt seinen Sport!

Das Siegertrio des 73. Frauenfelder Militärwettmarsches 2007 Die Rangliste....