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Sie sind Sport - sie sind Frau und sie sind Europa! Maryline - Daphny und Christel.


4.11.07.mk. Wer sich in  Daphnys Nähe aufhält, der spürt die grosse Ausstrahlung und Güte, die die 29 jährige Holländerin umgibt. Er spürt auch, dass hier eine grossartige Sportlerin ist, die auch auf der diesjährigen Radquereuropameisterschaft, Niemanden zu Fürchten hatte. Die Europameisterschaften scheinen für die Holländerin wie geschaffen. Wenns Europäisch wird, dann ist sie vorne. Vom ersten Meter an, war die Holländerin immer da zu finden, wo sie schlussendlich im Zieleinlauf landete. Sie übernahm bereits während der ersten Runde das Zepter und spielte regelrecht mit ihren Gegnerinnen. Sie ging auch das Risiko nicht ein, alleine vorzupreschen, bevor die Weltmeisterin aus Frankreich nicht zur Spitze aufgeschlossen hatte. Man weiss ja, dass die Französin nichts lieberes hat, als zu "Jagen"! So liess sie Maryline erstmals ihre Startmüdigkeit abstrampeln und drückte dann kräftig aufs Gaspedal. Mit dieser zermürbenden Methode hat sie die Weltmeisterin bereits einmal zum verzweifeln gebracht. So sollte es auch heute sein. Nutzniesserin der beiden Streithähne war die zweite Französin, die schlussendlich Bronze eroberte - Christel Ferrier Bruneau. Ferrier hatte noch mehr Schwierigkeiten in Fahrt zu kommen. Kämpfte sich dann aber verbissen Rang um Rang an die dritte Position und fühlte eine Runde lang ihrer Landsmännin Salvetat kräftig auf den Zahn.


Sie hatten die lautesten Fans, die meisten Fahnen und die weltbesten Fahrerinnen am Start - die Nationen Holland und Frankreich. Sie prägten die diesjährigen Europameisterschaften wie kein anderes Land und werden es auch im Januar an den Weltmeisterschaften in Italien weiter tun. Daphny Van de Brand und Maryline Salvetat schrieben die diesjährige Europa - Geschichte, Christel Ferrier-Bruneau zeichnete mit. Was dabei herauskam begeisterte die Zuschauer und macht vielleicht eine Brücke, für Nachwuchs, für Publikum und für die Sportlandschaft im Cycling. Das ist wieder einmal etwas das Freude macht, im sonst so geläuterten Velorennsport!


Souvernän - ruhig und gelassen. Daphny Van der Brand.



Die Königin führt - Die Prinzessin lässt niemanden ziehen.

Christel Ferrier Bruneau profitierte vom Publikumsaufmarsch aus Frankreich. Radquer hat bei den Franzosen einen hohen Stellenwert. Unter wehenden Fahnen marschierte sie zur Bronzemedaille.

Geschenkt wurde nichts. Die beiden Französinnen lieferten sich ein packendes Duell.


Die Frauen kamen fuhren und siegten! Sie gaben dem Europa Radsportsonntag die Handschrift. Attraktiv und kämpfend in einem hochstehenden Rennen zeigten sie, was Radquersport schön macht. Mit wagemutigen Abfahrten, den kraftvollen Antritten und Bergspeeds, machten die Womens die Europameisterschaften zum Frauenfesttag. Wie hart aber gekämpft und gefightet wurde, zeigt der Sturz der Engländerin Gabriella Day, der ein Fahrfehler zum Verhängnis wurde. "Ich habe in der Abfahrt meinen Lenker eine kleine Sekunde nicht richtig gehalten und bin mit einer Geschwindigkeit die man sich kaum vorstellen kann über meine Maschine hinaus geflogen. Die Landung tat zwar weh, war aber noch auszuhalten. Hinterher kam aber meine Maschine geflogen und der Lenker knallte mir direkt an die Halsschlagader. So war ich etwa 10-20 Sekunden KO!" So die bleiche Engländerin, die sich nach einer halben Stunde wieder erholt hatte, das  Rennen aber aufgeben musste.) 


Das hat im wirklichen niemand erwartet. Katrin Leumann 15. und die erst siebzehnjährige Juniorin Vivienne Meyer 18. Dabei hat Leumann in der ersten Runde die Spitze gehalten, bis sie nach eigenen Angaben böse Magenkrämpfe bekam und zwei Runden den Rythmus drosseln musste. Da war natürlich der Zug abgefahren. Leumann hat sich aber in solcher kämpferischer Manier wieder nach vorne geschoben, dass man ihr wirlich in Zukunft einiges Zutraut. Auch Vienne Meyer spielte in der Anfangsphase mit dem Feuer, konnte sich aber trotzdem bis zum Schluss auf der 18. Position halten. Ihr gehört die Radquerzukunft in der Schweiz. Jasmin Achermann wurde eindeutig unter ihrem Wert geschlagen. Nervös, vielleicht zu viel von sich erwartend, machte sie technische Fahrfehler, was ihr immer wieder Zeit kostete. Aber auch Sie gehört in ein zwei Jahren mit Bestimmtheit zur Radquerspitze und dies international. Die anderen jungen Schweizerinnen haben sich ausgezeichnet durch die Runden gekämpft. Die Frauenmannschaft hat also die Kastanien für die Schweiz aus dem Feuer geholt.


Eine verwegene Vievienne Meyer

Eine faszinierend kämpfende Katrin Leumann!

....und eine kämpfende Vivienne...

Lise Müller aus Les Agnettes gehörte ebenfalls zum starken Team.

Sie fuhr mit ihren siebzehn Jahren ebenfalls ein ganz tolles Rennen Jennifer Sägesser

Die erst sechzehn Jährige Lise-Marie Henzelin aus Damphreux ist ebenfalls eines der grossen Versprechen.

Nicole Hanselmann aus Fehraltorf erst sechzehnjährig kann noch zulegen.

Marina Giger aus Rieden SG ebenfalls bei den Jüngsten, ihre Chance wird kommen.

Ob da die Holländerin sieht, wie steil es hinunter geht?

Was sagt da der Papa?


1. Daphny Van der Brand Holland 40:59.4 Europameisterin

2. Maryline Salvetat Frankreich 9.9 Sekunden zurück
3. Christel Ferrier Bruneau Frankreich 19.3 Sekunden zurück
4. Laurence Leboucher Franreich 56.3 Sekunden zurück

15. Katrin Leumann Schweiz  3.12.9 zurück
18. Vievienn Meyer Schweiz 3.22.4 zurück
23. Jasmin Achermann Schweiz 5.09.4 zurück
25. Lise Müller Schweiz 6.23.3 zurück
26. Jennifer Sägesser Schweiz 6:34.8 zurück
27. Lise-Marie Henzelin Schweiz 6:59.8 zurück
28. Nicole Hanselmann Schweiz 7:12.7 zurück
29. Marina Giger Schweiz 8.57.7 zurück




Nicht am Schwingfest beim Umzug - sondern am Radquer!