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Alle Fotos Marcel Krebs für Sportheute.ch


4.11.07. Die kleine Zürcher Oberländer Gemeinde Hittnau, war Austragungsort der diesjährigen U23, Junioren und Damen Radquer Europameisterschaften. Ein attraktive Strecke stellte hohe Anforderungen an die Querfahrer, die sich in jeder Kategorie einen heissen Kampf um die Medaillen lieferten. Wenn man auch ein bisschen mehr Zuschauer in Hittnau erwartete hätte, konnten die Organisatoren sicher zufrieden sein. Wünsche bleiben immer offen, so auch der Wunsch, die überlauten Kommentare zum Rennverlauf ein bisschen leiser zu schalten und... weniger Worte der Speaker hätten öfters mehr Charakter. Dem spannenden Rennverlauf tat dies aber nichts ab. Dafür sorgten die Fahrer aus der Schweiz, Belgien, Holland, Slovakei, England, Deutschland, Polen, Italien,  und Frankreich. Mit der grössten Fangemeinde, sind zweifelslos die Franzosen angereist. Welchen Nationengeist die französischen Schlachtenbummler an den Tag legten ist einfach gesagt - wahnsinniger Wahnsinn!


Der Belgier Albert Niels gewann die Europameisterschaft souverän. Er war Animator und Dominator zugleich und verlockte auch viele andere Spitzenfahrer zu unkontrollierten Angriffen. Wer aber von der Europameisterschaft 2007 spricht, der muss von Albert Niels sprechen. Im Stile eines grossen Radquerspeziallisten fuhr er die Konkurrenz buchstäblich in Grund und Boden. Der knappe Vorsprung auf den überraschenden Zweiten, den Deutschen Phillipp Walsleben, war seiner lockeren letzten Runde zuzuschreiben, wo Niels Risiko 0 einging und entspannt zur Zieleinfahrt antrat. Der Vizeweltmeister seiner Klasse gewann diese Saison schon verschiedene Elitequer gegen starke Konkurrenz. Er gilt in Belgien als kommende Radsportfigur. Niels hat alles, was ein kompakter Radquerfahrer haben muss.

Phillipp Walsleben - die Überraschung

Als Überraschung der gesamten Europameisterschaften, darf man den Deutschen Phillip Walsleben nennen. Er der ein äusserst animiertes Rennen fuhr, die Kräfte aber fürs letzte Renndrittel aufsparte, lieferte ein packendes faszinierendes Duell mit dem lange an zweiter Stelle fahrenden Tschechen Lukas Kloucek, der schlussendlich Dritter wurde. "Ich wusste, dass ich ihn noch holen würde. Kloucek fuhr bereits in der drittletzten Runde über Limit. Dass habe ich gemerkt, denn er ging bei den Abfahrten unerhörtes Risiko ein um mich auf Distanz zu halten. So wusste ich, wenn ich länger auf Power drücke, dann wird mir Silber sicher sein. Für mich ist das der grösste Erfolg in meiner Karriere. Ich kann nächstes Jahr nochmals in der U23 fahren und darauf freue ich mich."


Die grosse Deutsche Radquerhoffnung Phillipp Walsleben

Der Dritte. Lukas Kloucek aus Tschechien hatte am Schluss keine Kraft mehr.

Ein einsamer und überlegener Sieger. Albert Niels aus Belgien.





Juline Taramarcaz ging als Schweizer Stolz und vor allem Hoffnung ins Rennen. Am Anfang konnter er auch mithalten, doch bald schon verliessen ihn die Kräfte. So resultierte dann halt nur ein enttäuschender 12. Rang. Der aus Fully stammende Radquersportler, einst Juniorenweltmeister, konnte sich in den Höheren Kategorien noch nie richtig bestätigen. Es herrscht aber auf ihm auch ein ungeheurer Druck, weil in der jugendlichen Schweizer Radsport - Szene in der Männersparte Ebbe herrscht. Das andere junge Grosstalent, dem aber noch ein zwei Jahre schnuppern zusteht, verletzte sich auf einer rutschigen Wiesenpartie schwer, was einen sofortigen Rennabbruch bedingte. Wir hoffen Pascal Meyer wird es überstehen, zum gross werdn, gehören solche Stürze dazu.


Konnte die Schweizer Medaillenträume nicht erfüllen - Julien Taramarcaz

Hier noch mit dem Silbermedaillengewinner Walsleben zusammen.

Und da sogar an der Spitze des Rennens......


Man hatte das Gefühl, klug fuhren sie gerade nicht. Es fehlte die klare Linie, so wie man es bw. bei den Tschechen, den Franzosen oder den Belgiern sah und die haben ja dann auch die Medaillen abgeräumt. Das Resultat bei den U23 darf denn auch als grosse Ernüchterung betrachtet werden.  Die Ränge 12,23,24,25,32,37, spricht für sich. Ob da alles für eine homogene Mannschaftsleistung getan wurde, muss in Zweifel gestellt werden. Erwartet hatten wir alle mehr. Schade. Doch aus Tiefschlägen können auch Höhenflüge werden, und da gibts sich ja schon im Januar Gelegenheit, wenn in Italien zur WM gestartet wird.


1. Albert Niels Belgien 0:48:51.1 Europameister
2. Philipp Walsleben Deutschland 12,6 Sek. zurück
3. Lukas Kloucek CZ-Tschechien 18,9 Sek zurück

4. David Menger CZ Tschechien 33.1 zurück
5. Jan Skarnitzl CZTschechien 39.5 zurück

12. Julien Taaramarcaz Schweiz 1:19.3 zurück
20. Lukas Winterberg Schweiz 2:16.6 zurück
23. Natanael Rother Schweiz 2:26.0 zurück
24. Nicol Brüngger Schweiz 2:27.6 zurück
25. Matthias Flückiger Schweiz 2:28.1 zurück
32. Thomas Litscher 3:59.6 zurück
37. Peter Frei 4:53.9 zurück
Aufgegeben Pascal Meyer verletzt
René Lang?