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Alle Fotos Marcel Krebs für Sportheute.ch




Aus Malbun berichten Marcel und Andrea Krebs

16.6.07- Wenn Hunderte mit glücklichen Gesichtern durchs Ziel laufen, wenn hunderte auch Stunden nach dem Sieger in Malbun ankommen, durchgebissen und den inneren Schweinehund gekappt haben, dann muss es was besonderes sein auf diesem Flecken Erde zu laufen. Die Schönheit der einmaligen Naturlandschaft hoch über Schloss Vaduz mit Blick auf das Rheintal, ist mit den grünen Wäldern der wunderschönen Alpwiesen und der Vielfalt an Sehenswürdigkeiten links und rechts der Marathonstrecke einfach wunderbar, einmalig und sehenswert. Hier in Liechtenstein im Aufstieg nach Malbun ist etwas geheimnisvolles etwas unergründliches, dass jede Marathonläuferin und jeden Marathonläufer berührt und sein Herz höher schlagen lässt. Nur wer den Marathon gelaufen ist, ist vielleicht dem Geheimnis und dem Mythos dieser Landschaft ein bisschen näher gekommen und damit auch seinen innersten Sehnsüchten, die ihn in all den Stunden auf dem Weg zum Ziel begleitet haben.






Die über tausend Läuferinnen und Läufer, die sich um 0900 morgens am Start einfanden, brachten mit ihrer Fröhlichkeit und ihrer guter Stimmung, dem Treiben auf dem Startgelände ein Plus.  Hier beim berühmtesten "Malbuner" Onkel Herbert, der als Gründer des in der ganzen Welt bekannten Wurst- und Fleischwaren Multis mit dem Markennamen "Malbun" Weltfuore gemacht hat. Und was nicht verwunderlich war, wir trafen Onkel Herbert (Herbert Ospelt) schon früh am Morgen gleich persönlich an. Was uns allerdings die Ehre verschafft hat, mit ihm am frühen Morgen anzustossen, dass ist eben auch eines der Geheimnisse der Malbuner! Onkel Herbert kennen zu lernen ist für jeden Menschen etwas ganz besonderes. Onkel Herbert ist wohl eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten, die wir in unserem Leben kennengelernt haben. Bei ihm spürt man, dass er ebenso mit dem Lauf lebt, mit - fiebert und ihm durch seine Grosszügigkeit, vieles ermöglicht, was sonst nie möglich gewesen wäre. Zusammen sind wir stark! Meint er nur kurz und so ist nicht verwunderlich, dass eben hier in Liechtenstein alle zusammenspannen, wenn grosses ansteht. LGT die Grossbank hat ebenso ihr grosses Engagement am Lauf bewiesen, wie die vielen, vielen Sponsoren hier im Ländle. (Bild "Onkel Herbert" mit Sportheute.ch Reporterin Andrea)




Der LGT Marathon gehört zu den drei grossen Marathons im deutsprachigen Raum. Der LTG hat aber im Gegensatz zu seinen Brüdern und Schwestern eine unheimlich lange Flachstrecke, steile Talläufe und sehr steile Anstiege. Wer den LTG zu Ende läuft, der kann von seinen Leiden erzählen, die er irgendwo auf der zauberhaften Strecke hatte. Vielleicht ist er wie viele auch, die ersten acht flachen Kilometer viel zu schnell angegangen und musste dann auf den ersten Aufstiegskilometern leiden und nochmals leiden. Vom Start weg ging nämlich durch die Rheintalebene in einer Schlaufe bis nach Vaduz und dann zum ersten Anstieg hinauf zum Schloss Vaduz wo eine der ältesten Adelsfamilien Europas residiert. Fürst Hans-AdamII. übernahm 1989 die Regentschaft nach dem Tod seines Vaters Fürst Franz Josef II.  am 13.November 1989. Die Fürstenfamilie mit Fürstin Marie und den Erbprinzen Alois,Prinz Maximilian, Prinz Constantin und Prinzessin Tatjana lebt hoch über Vaduz mit herrlichem Blick auf das Rheintal.


Karl Jöhl legte auf der Ebene so ein höllisches Tempo vor, dass ihm für den Moment nur noch der Marokkaner Mohamad Ahasnal folgen konnte. Ob dieses Tempo eine Spur zu schnell war lässt sich im nach hinein nicht sagen, doch scheint es schon eine Erklärung für Jöhls Einbruch auf den letzten vier Kilometern zu sein. Karl Jöhl hat aber mit diesem Effort dem diesjährigen LGT Marathon den Stempel aufgedrückt und schon in der Ebene das Rennen brutal lanciert. Karl Jöhl ist ein toller Sportler, der die Begeisterung vom laufen gleich persönlich allen Menschen rüberbringt. Dass der Amdener so brillieren konnte, ist nicht zuletzt seiner seriösen Vorbereitung zu verdanken. Die Marathonsaison ist aber noch lang und Karl Jöhl zählt an der Bergmarathonweltmeisterschaft vom kommenden Septgember in Interlaken, nach wie vor zu den Favoriten. Jöhl baute bis nach Steg der Halbmarathondistanz seinen Vorsprung kontinuierlich aus und lief mit grossem Vorsprung durch.


Karl Jöhl in seinem unverkennbaren herrlichen Laufstil!


Mal wurde die Verfolgung vom Marokkaner Ahansal angeführt, der lange Jöhls letzter Begleiter war und ihn erst kurz vor Schloss Vaduz ziehen lassen musste. Mohamad Ahansal konnte den zweiten Platz lange halten, lief aber da schon unregelmässig und fand seinen Tritt nicht so richtig. Der Engländer und spätere Sieger Timothy Short ging die ersten Kilometer in seinem Tempo eher unauffällig an. Im Wissen das er nicht der Hirsch auf ebenen Strecken ist, hielt er sich lange zurück. Im ersten Aufstieg zum Schloss lief er aber weiter sein Tempo und liess seinen Ferrari Motor langsam anlaufen. Locker erschien er beim Schloss und nahm Getränke zu sich. Seine Strategie war heute auf die zweite Hälfte des Marathons ausgerichtet. Mit seinen langen Beinen konnte Short  bei den Bergabstrecken locker Zeit gutmachen. Das Karl Jöhl zu diesem Zeitpunkt fast drei Minuten Vorsprung hatte, schien im nicht gross Eindruck zu machen. Er meinte dann aber doch im Ziel:"Was willst du einem Jöhl nachlaufen, wenn du schon fast auf dem Maximum läufst?" Recht mochte er haben. So überdrehte er seinen Motor nicht. Das prächtige Bild der vielen Läufer die durch Vaduz liefen, war aber sicher eines der sportlichen diesjährigen Highlights im Fürstentum. Überhaupt, der Laufsport steht im unaufhaltsamen Aufwind, wie hier am LGT Marathon. Sport verbunden mit der Natur ist etwas vom Schönsten, dass es gibt.





Der Marokkaner ging das horrende Jöhl Tempo am Anfang mit! Moahamad Ahansal musste jedoch auf den letzten Kilometern dafür wie Jöhl büssen.
Die Überraschung des Tages - der Frutiger  Urs Jenzer mit der Nr.3 wurde Zweiter! Jenzer rollte das Feld von Hinten auf.



Im grünen Lieblingsshirt und ruhig als ob sie normal gehen würde. So ist Lizzy, die lustige  wortkarge Engländerin, die dem Reporter normalerweise nur mit Yes oder No antwortet. Lizzy Hawker ist ein absolutes Ausnahmetalent auf der internationalen Laufbühne. Noch vor zwei Jahren hat sie "laufen" nur vom hörensagen gekannt. Die Frau mit dem Doktortitel ist im Berufsleben Forscherin für die Britische Umweltforschung und im Jahr fünf Monate in der Antarktis tätig. Die zierliche Britin hat aus Freude zu den Bergen wo sie schon immer mit ihren Eltern in der Jugend weilte, angefangen zu laufen, einfach weil ihr das "normale laufen" zu langsam war. So ist sie zum Marathonsport gekommen und hat gleich eingeschlagen - und wie. Das erste Jahr lief sie ohne jede technische Anleitung einfach drauflos und gewann gleich beim ersten Start. So hat sie dann letztes Jahr die bedeutensten Bergmarathons Europas gewonnen. (Exklusiv- Interview mit der aussergewöhnlichen Britin auf Sportheute.ch) Im vergangen November wurde sie dann vom britischen Leichtathletik Verband an die WM nach Korea aufgeboten und gewann gleich auf anhieb den WM Titel) Auf die neue Saison wurde ihr erstmals professionelles Training ermöglicht, obwohl sie einfach so läuft, wie sie es liebt- frei und frisch)


Das ist Lizzy - Kopf nach oben Blick nach vorne!




Hawker lief von Anfang an ihr Tempo und hatte bei halber Distanz einen so grossen Vorsprung, dass sie für den Rest des Rennens Tempo wegnehmen konnte und dennoch mit über sieben Minuten auf die Zweite, die Jonschwilerin  Claudia Landolt ins Ziel kam.
Landolt konnte als Einzige, der Britin unter zehn Minuten Rückstand folgen. Die Dritte, die deutsche Britta Müller absolvierte den Marathon bereits mit fast 13 Minuten Rückstand auf Hawker. Damit hat die Britin den ersten der dreier Serie gewonnen.



Die Zweite Claudia Landolt
Hier bei Kilometer  24