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24.1.08red. Mit dem stärksten Turnieraufgebot an Spielern bis dato und Bedingungen auf dem See, die fast so perfekt sind, wie sie die Veranstalter kaum zu träumen gewagt hätten, traten
die top motivierten Teams an diesem Eröffnungstag des 24. Cartier Polo World Cup on Snow 2008 an. Der erste Tag versprach mit dem ersten Ten-Goaler auf dem Schnee von St. Moritz und einer ganze Reihe von High- Goal-Stars aus aller Welt spannende Spiele.

Cartier – Maybach 3:2 1/2

Die Teams spielen im Laufe der Woche jeder gegen jeden, und als erste standen sich das Team Cartier und das Team Maybach zur Eröffnung des Wettbewerbs gegenüber. In diesem Spiel cremefarben gekleidet, spielten Maybach eine Reihe guter Chancen heraus, die sie aber nicht umsetzen konnten. Es war so etwas wie eine vertane Chance, als nach einem Fehlschlag von Maybachs Federico Bachmann, das Team Cartier die Gelegenheit beim Schopf packte und den
ersten Chukker in einem recht wilden Spielzug für sich entschied. Aus den ersten Begegnungen wurde klar, dass sich die Spieler erst an den grösseren Ball gegenüber dem Sommerpolo gewöhnen mussten, ebenso an die unberechenbare Spielfl äche auf Schnee. Rasch zeigte jedoch José Donoso seine Klasse und in der für ihn typischen schlauen und wilden Manier begann er das Spiel zu diktieren, zog vom Mittelfeld her die Strippen und zauberte mit dem Ball, um für sein Team anfangs des zweiten Chukker einen Penalty herauszuspielen. Marco Di Paola erzielte aus der Standardsituation einen Treffer und ab diesem Zeitpunkt blickte Cartier nicht mehr zurück,
erkämpfte im zweiten und dritten Chukker schnell einen 2-Tore-Vorsprung. Maybach gelang ein Comeback im vierten Spielabschnit als Federico Bachmann in der ersten Minute etwas gelang, was sicherlich als Anwärter auf das Goal des Turniers gelten darf, er lobte den Ball meisterhaft hoch über sein Pferd in das Goal. Selbst die Spieler von Cartier sahen aus, als ob sie in Applaus ausbrechen wollten. Das Erwachen von Maybach wurde aber jäh gedämpft, gerade als sie offenbar das Spiel drehen konnten. Marcos Di Paola erzielte ein ausge-zeichnetes Goal und verhalf Cartier zu einer anscheinend uneinholbaren 3:1 1/2 Führung. Bei Maybach war man aber noch nicht fertig
und erzielte einen späten Penalty, ehe sie eine Chance verpassten, die ihnen sicherlich den Spielgewinn beschert hätte. Endstand: 3:2 1/2 für Cartier.




Brioni – Julius Bär 4:2

Der zweite Match versprach interessante persönliche Duelle, da der internationale Profi aus Neuseeland, John Paul Clarkin gegen den argentinischen Gewinner des Argentine Open, Bartolomé Castagnola auf der gegnerischen Seite antrat, den ersten 10-Goal-Spieler, der je in St. Moritz gespielt hat. Keiner der beiden hatte je auf Schnee gespielt, aber es war nicht zu überhören, dass der Applaus John Paul Clarkin galt, der in diesem ersten Showdown zeigte, wozu die beiden Spieler fähig waren. Tatsächlich sieht es so aus, dass mit Clarkins Tempo und Weitsicht, und dem ausgezeichneten Finish von Johnny Good und Nacho Gonzalez, Brioni wiederum ein ernsthafter Anwärter auf den Titel ist. Sicherlich waren sie das herausragende Team des Tages mit guter Balance und starker Verteidigung, die es ihnen erlaubte, die gekonnten Attacken der High-Goal-Professionals Jaime Huidobro und Bartolomé Castagnola erfolgreich abzuwehren. Und damit hiess für Julius Bär trotz der tatkräftigen Unterstützung durch die jungen Brüder Hanbury der Endstand 4:2 für Brioni.